Chefarzt Dr. Marc Alexander Renter freut sich mit Klaus Fitten über den gesundheitlichen Fortschritt nach der Operation des Gallengangstumors (Foto: privat)

Moers. „Ich denke positiv“, sagt der Schwafheimer Peter Fitten (60) und erzählt von seiner schweren Erkrankung. Der Schichtmeister bei der Firma Sachtleben hatte schon Ende letzten Jahres gemerkt, dass irgendetwas nicht mit seinem Körper stimmt. „Ich fühlte mich schlapp, hatte Schweißausbrüche, später kam heller Stuhlgang und dunkler Urin dazu.“ Der Hausarzt verschrieb Medikamente, die nicht so wirklich geholfen haben. Sein Allgemeinzustand verschlechterte sich rapide; die Augen waren gelb und er fühlt sich immer schlechter. „Nur meiner Tochter ist zu verdanken, dass ich dann endlich ins Krankenhaus kam“, berichtet er dankbar, „auf ihr Drängen hin wurden Untersuchungen durchgeführt und es wurden Steine im Gallengang entdeckt.“

Dr. Marc Alexander Renter, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josef Krankenhaus, der Herrn Fitten untersucht hat: „Nach ausführlicher Diagnostik haben wir als Ursache einen Tumor im Gallengang festgestellt, der operiert werden musste.“ Dann ging alles ziemlich schnell. Nach einem eingehenden Aufklärungsgespräch fühlte sich Herr Fitten in guten Händen: „Dr. Renter hat mir alles gut erklärt. Ich hab mir weniger Sorgen gemacht als meine Frau und meine Tochter.“ 4 ½ Stunden hat die Operation durch den Chefarzt und sein Team gedauert. Die Befundung des Tumors erfolgte direkt durch die Pathologie und der Tumor konnte vollständig entfernt werden. Der Chefarzt besuchte seinen Patienten täglich und der Heilungsverlauf war trotz der großen Operation gut.

Nach seinem Krankenhausaufenthalt erholte sich Peter Fitten erst einmal in der stationären Reha in Wuppertal. Im Anschluss stand dann die Chemotherapie an. „Zum Glück hat sich kein neuer Tumor gebildet“, berichtet Herr Fitten erleichtert, „und die Chemo in Tablettenform vertrage ich sehr gut. Einzige Nebenwirkung ist, dass die Hände und Füße schnell austrocknen und einer besonderen Pflege bedürfen.“ Schwer heben darf der Patient selbstverständlich noch nicht. „Mehr als 5 kg gehen nicht“, so Peter Fitten. Obwohl die Chemotherapie noch nicht überstanden ist und auch noch eine weitere Reha ansteht, denkt Herr Fitten bereits an die Wiedereingliederung in den Job. „Allerdings werde ich nicht mehr im Schichtdienst arbeiten dürfen“, erzählt er.

Chefarzt Dr. Renter, der für Peter Fitten fast ein Held ist, freut sich, dass der Patient die schwere Erkrankung und die damit verbundene lange Operation so gut überstanden hat: „Gallengangskarzinome sind selten und oft nicht leicht operativ zu entfernen.“

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