Diane Kamps (li; Oberin DRK-Schwesternschaft Krefeld) und Nancy Gasper (re; Leiterin stups-KINDERZENTRUM) freuen sich über den neuen Kinderwagen, den Gregor Thissen (2. v. li.; Filialdirektor Deutsche Bank Krefeld-Ostwall) und Cem Erbslöh (2. v. re.; verantw. Kundenberater) über die Deutsche Bank Stiftung Nordwest ermöglicht haben (Foto: privat)

Krefeld. Dieses Gefährt bedeutet mehr Mobilität und mehr Möglichkeiten für viele der Kinder im stups-KINDERZENTRUM: Dank der Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung Nordwest konnte die DRK-Schwesternschaft Krefeld jetzt einen sechssitzigen Kinderwagen mit vielen Funktionen anschaffen. Gregor Thissen (Filialdirektor Deutsche Bank Krefeld-Ostwall) und Cem Erbslöh (verantw. Kundenberater) hatten nach einem Kontakt zu Diane Kamps, der Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld, die Spende aus der Stiftung initiiert und waren zur Besichtigung des Kinderzentrums nach Königshof gekommen.

Der Kinderwagen kann in allen Bereichen – von der inklusiven Großtagespflege über die KiTa bis in das Kinder- und Jugendhospiz – genutzt werden. „Er bietet zum Beispiel genug Platz, dass wir auch Kinder, die an eine Ernährungspumpe oder ein Beatmungsgerät angeschlossen sind, hineinsetzen können“, erklärte Diane Kamps: „So können wir sie jetzt besser zu Ausflügen mitnehmen. Ein solcher Wagen war seit drei Jahren schon ein Wunsch, der aber bisher nicht zu finanzieren war“.

Dabei ist die Sicherheit wichtig: Die Kinder werden mit Sicherheitsgurten wie bei einem Autositz angeschnallt und der Wagen hat eine Handbremse, die sich automatisch einschaltet, sobald der Handgriff losgelassen wird.

Diane Kamps und Nancy Gasper, die Leiterin des stups-KINDERZENTRUMS, erklärten den Besuchern die Strukturen des Kinderzentrums mit seinen stationären und ambulanten Angeboten für Familien mit kranken, behinderten und gesunden Kindern. Ziel sei es, „dass die kranken Kinder ein möglichst gutes Leben haben und zum Schluss ein gutes Versterben“, so Gasper.

Es sei wichtig, neben der Pflege des erkrankten oder behinderten Kindes auch die Nöte und Ängste der Eltern und Geschwisterkinder zu sehen und aufzufangen – daher sei in der Kinderhospizarbeit die Trauerbegleitung ein wichtiges Thema, so Nancy Gasper: „Wir möchten die Angehörigen auch auf den Abschied ihres Kindes vorbereiten, wenn sie es zulassen. Es gibt Studien, dass Familien, die sich auf das Versterben ihres Kindes vorbereitet haben, danach besser in ihr eigenes Leben zurückfinden.“

Die Gastgeberinnen erklärten den Besuchern das System der Finanzierung von Hospiz-Arbeit und dass es grundsätzlich erwartet werde, dass ein Träger fünf Prozent des Tagessatzes über Spenden aus „bürgerschaftlichem Engagement“ selber aufbringe. Allerdings reiche die Kassenfinanzierung für die tatsächlich notwendige Mitarbeiterinnenzahl nicht aus, sodass auch immer Geldspenden für Personalkosten benötigt werden.

Gregor Thissen und Cem Erbslöh zeigten sich beeindruckt und wollten erfahren, wie die Mitarbeiterinnen die emotionalen Anforderungen ihrer Tätigkeit bewältigen. „Alle Mitarbeiterinnen sind erfahrene Pflegekräfte, die außerdem in der Hospizarbeit geschult sind bzw. werden. Zudem gibt es regelmäßige Fallbesprechungen, um kritische Themen aufzuarbeiten“, so Kamps.

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