Wasser marsch: Die Auszubildenden der Berufsfeuerwehr wässern einen Straßenbaum auf der Grenzstraße (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)

Neuss/Düsseldorf/Krefeld/Moers/Duisburg/Mülheim. Für viele Bäume wird die anhaltende Trockenheit zunehmend bedrohlich. Vordringlich müssen die rund 4.000 Jungbäume, die in den letzten Jahren in Düsseldorf gepflanzt wurden, versorgt werden. Dazu unterstützen das Gartenamt ab heute neben der Feuerwehr auch die Awista, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Stadtwerke. Gartenamtsleiterin Doris Törkel: „Ich bin für die Solidarität sehr dankbar. In dieser anhaltenden Trockenphase ist jeder Tropfen Wasser für die Bäume wertvoll.“

Die Awista bewässert ab heute – tageweise abwechselnd mit der Feuerwehr – die Straßenbäume an diversen Standorten nach einem vom Gartenamt festgelegten Plan. Vier Wasserwagen, die jeder bis zu zehn Kubikmeter Wasser fassen können, hat die Awista dafür im Einsatz. Zusätzlich mit jeweils einem Fahrzeug helfen die Stadtwerke an Bender- und Birkenstraße sowie der Stadtentwässerungsbetrieb entlang Volmerswerther Straße, Völklinger Straße und Südring.

Bürger können helfen
Neben der breiten Unterstützung und bei allem Einsatz der Stadtgärtner ist Hilfe seitens der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sehr willkommen. Wer helfen möchte, sollte dem Baum vor seiner Tür einmal wöchentlich sechs Eimer Wasser geben. Das ist besser, als einmal am Tag nur ein bisschen zu wässern. Der Baum wird sich mit sattem Grün bedanken.

Die Awista hilft bei der Bewässerung der Jungbäume im Stadtgebiet. Hier im Einsatz sind Uwe Elfes (links) und Uwe Hagen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Kommunikation)

Freiwillige Feuerwehr bewässert Bäume in Duisburg 

Am Vormittag ersuchte das Umweltamt um Unterstützung durch die Feuerwehr.

Durch die starke Hitze und bereits langanhaltende Trockenheit droht der Baumbestand im Stadtgebiet starken Schaden zu nehmen. Insbesondere die jungen Bäume, die nach den letzten großen Stürmen gepflanzt wurden, könnten die aktuelle Hitzeperiode nicht überstehen.

Die Feuerwehr übernimmt in Abstimmung mit dem Umweltamt, insgesamt sechs Einsatzabschnitte im gesamten Stadtgebiet. In diesen Abschnitten werden die Bäume mittels Feuerwehrpumpen mit Wasser versorgt. Im Bereich der Halde „Rheinpreussen“ wird zusätzlich ein Hochleistungspumpsystem der Feuerwehr eingesetzt, um das Wasser über eine lange Wegstrecke an die Halde heranzuführen.

Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten noch auf zwei größere Einsatzabschnitte in Röttgersbach und Rheinhausen. In beiden Abschnitten sind aktuell jeweils rund 40 Einsatzkräfte mit jeweils neun Fahrzeugen im Einsatz. In beiden Abschnitten sind großflächige Bewässerungen durchzuführen. Dazu werden an der Dammstraße in Rheinhausen aktuell fünf Wasserwerfer und ein Wenderohr einer Drehleiter mit einer Fördermenge von insgesamt 8.000 l/min eingesetzt.

Inzwischen konnte eine große Anzahl der Einsatzabschnitte durch die Einsatzkräfte abgearbeitet werden. Mehrere Löschzüge sind bereits wieder auf dem Weg zurück zu ihren Standorten.

Der Einsatz wird noch bis ca. 00.00 Uhr andauern. Ob der Einsatz in den nächsten Tagen fortgeführt wird, hängt insbesondere von der Entwicklung der Wetterlage ab.

Mülheimer Feuerwehr wässert ab sofort rund 700 Bäume

Jungbäume werden bereits seit Wochen gegossen

Nicht alle rund 16.400 Straßenbäume in Mülheim kommen im Moment mit der anhaltenden Hitze und Dürre gut zurecht. Die ein- und zweijährigen Bäume werden bereits seit Wochen in ihrer Aufzuchtzeit durch Gartenbaufirmen im Auftrag der Stadt gewässert.

Nun kommen rund 750 Bäume in Stadtgebiet dazu, die in den Jahren 2010 bis 2015 gepflanzt wurden. Geplant ist, sie mit rund 150 Litern Wasser in der Woche zu versorgen. In einer konzertierten Aktion des Grünflächenmanagements und der Berufsfeuerwehr werden ab gestern (10.00 Uhr) für die kommenden Tage Kolleginnen und Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr mit mindestens zwei Löschfahrzeugen – bestückt mit je 1500-Liter-Tanks – im Stadtgebiet unterwegs sein und eine Liste „abarbeiten“.

„Wer darüber hin aus etwas Gutes für die Natur vor der Türe tun möchte, kann pro Baum oder Strauch mit einem 10-Liter-Eimer klarem Wasser Hilfe bringen“, so Stadtsprecher Volker Wiebels.

Bäumegiessen in Mülheim (Foto: Thomas Herber)

Grillplätze im Neusser RennbahnPark wegen akuter Brandgefahr gesperrt

Die Grillplätze im Neusser RennbahnPark sind ab sofort bis auf weiteres wegen akuter Brandgefahr gesperrt. Sobald es die Witterung wieder zulässt, werden die Grillplätze wieder frei gegeben. Das Grillen an anderen Stellen innerhalb des RennbahnPark ist selbstverständlich ebenfalls untersagt.

Bitte achten Sie auch darauf, keine brennenden Zigarettenstummel wegzuwerfen.

Wasserspenden für Straßenbäume erbeten

Die Stadt Krefeld bittet alle Bürger weiterhin um Wasserspenden (sechs bis acht Eimer) für den jeweils nächsten Straßenbaum. Eine Bitte, der nun auch die Berufsfeuerwehr gefolgt ist: Die Auszubildenden hatten eine Liste von 75 Standorten erhalten, an denen vor allem junge Bäume stehen. Diese benötigen besonders viel Wasser, die sie nun von den angehenden Feuerwehrleuten erhielten. Selbst tiefer wurzelnde Bäume bekommen mittlerweile Probleme, ausreichend Wasser zu finden, weswegen sie auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen sind.

Stadt bittet um Mithilfe – Feuerwehr im Einsatz

„Die Kollegen von ENNI tun, was sie können, aber unsere Bäume brauchen mehr Wasser“, Frank Brüggemann vom Fachdienst Grünflächen und Umwelt der Stadt Moers bittet Anwohner deshalb um Mithilfe. Die Bäume in städtischen Grünflächen werden zwar regelmäßig gegossen, doch das reicht in der aktuellen Trockenperiode nicht. Besonders Straßenbäume haben es nötig. Sie sind nach der dreijährigen Anwachsphase „Selbstversorger“. „100 Liter pro Woche zusätzlich wäre schön – eimerweise versteht sich.“

Jeder, der Bäume vor der Haustüre hat, kann also helfen, dass möglichst viele von ihnen den heißen Sommer überstehen. Auch die Freiwillige Feuerwehr Moers hat dieses Ziel im Blick. So wie es die Zeit erlaubt, werden Bäume und Sträucher gewässert.

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