Lionspräsident Dr. Reimund Göbel (Mitte) und der Activity-Beauftragte Philipp Schneider (links daneben), hier mit Hengst Stereo, erfuhren von der Sozial- und Traumapädagogin Elke Herrmann (3.v.l) mehr zur Arbeit mit seelisch Belasteten Kindern und Jugendlichen. Ganz rechts: Birgit Pannenbecker, Leiterin des SCI-Regenbogenhauses (Foto: privat)

Moers. Für Kinder und Jugendliche, die massive Gewalterfahrungen gemacht haben, ist es schwer, wieder jemandem zu vertrauen. Im Regenbogenhaus des SCI wohnen derzeit 18 junge Menschen, die alle erlebt haben, nicht zu genügen, zu stören und die an sie gestellten Anforderungen nicht erfüllen zu können. Gut ein Drittel von ihnen ist minderjährig. „Diesen jungen Menschen, die an seelischen Belastungen leiden, haben wir den Erlös unseres letzten Erntedankfestes im Musenhof gewidmet, damit sie wieder Mut fassen und ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben finden können“, sagt Dr. Reimund Göbel, der Präsident des Lionsclubs Moers. Zur Halbzeit eines auf zunächst ein Jahr angelegten Projektes, besuchte er jetzt den Tier-Mensch-Begegnungshof von Elke Herrmann in Niep.

Elke Hermann ist Sozial- und Traumapädagogin. In enger Abstimmung mit der Leiterin des Regenbogenhauses, Birgit Pannenbecker, arbeitet sie einmal in der Woche für eineinhalb Stunden mit jungen Leuten aus dem Regenbogenhaus. „Wir haben hier eigens für diese tiergestützte Pädagogik ausgebildete Pferde und dazu einen Hund, Katzen, Meerschweinchen und Hühner“, sagt Elke Herrmann. Und sie ergänzt: „Die Pferde erkennen an der Körperhaltung der jungen Leute sofort, was mit ihnen los ist.“ Eines der Pferde heißt Stereo, das inzwischen zu einem engen Vertrauten eines 19-jährigen Mädchens aus dem Regenbogenhaus geworden ist. In einem Brief an den Lionsclub schreibt sie: „Das ist momentan der einzige Ort in meinem Leben, wo ich Erfolgsmomente habe. Die trostvollen Momente an Stereos Hals würden mir sehr fehlen.“ Mehr Informationen unter https://www.lions.de/web/lc-moers.

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