Sidney Lewandowski, Fraktionsvorsitzender Die Linke (Foto: privat)

Kamp-Lintfort. Mit dem Beschluss des Rates wird die Stadt Kamp-Lintfort für 180.000 Euro das Schulzentrum videoüberwachen lassen. Nur die LINKE ist gegen eine solche Videoüberwachung.

„Wir lehnen strickt solche Maßnahmen wie eine unnütze Dauerüberwachung ab. Das ist ein tiefer Einschnitt in die Privatsphäre der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der UNESCO Schule“, so Sidney Lewandowski, Fraktionsvorsitzender zum Thema. Die Linksfraktion befürchtet, dass sich das auf das Verhalten der Schülerschaft negativ auswirkt und ein Gefühl der Dauerüberwachung eintritt.

„Außerdem sind die Folgekosten gar nicht klar. Auf Bitte unserer Fraktion eine Einsicht in den Wartungsvertrag zu bekommen, hat die Stadtverwaltung bis zur Ratssitzung die Vorlage der Wartungskosten verschlafen. Wie kann eine Maßnahme beschlossen werden, wo die Folgekosten gar nicht klar sind?“, so Lewandowski empört.

Zusätzlich ist die Transparenz beim Vorgehen der Maßnahme bedenklich. Es wurde nicht die komplette Schülerschaft und alle Lehrer, geschweige denn die Eltern, darüber vollumfänglich informiert.

Weiterhin hält die Linksfraktion die Einstellung von Sozialarbeitern und mehr Aktionen für Jugendliche für sinnvoller als Vandalismusprävention durch Videoüberwachung durchzuführen. Das ausgegebene Geld wäre in Jugendarbeit besser angelegt.

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