v.l. Oberbürgermeister Sören Link (Stadt Duisburg), Oberbürgermeister Andreas Mucke (Stadt Wuppertal), Landrat Olaf Schade (Ennepe-Ruhr-Kreis), Oberbürgermeister Bernd Tischler (Stadt Bottrop), Oberbürgermeister Erik O. Schulz (Stadt Hagen), Landrat Dr. Ansgar Müller (Kreis Wesel), Dr. Jürgen-Johann Rupp (Vorstand Finanzen der RAG Aktiengesellschaft) (Foto: privat)

Kreis Wesel/Duisburg/Bottrop. Auf Einladung der Stadt Bottrop und der RAG Aktiengesellschaft trafen sich Landräte und Oberbürgermeister aus Ruhrgebietskommunen mit langer Bergbautradition zu einer Grubenfahrt im Steinkohlebergwerk Prosper-Haniel. Mit der Schließung dieser Zeche geht eine jahrhundertealte Tradition zu Ende. Aufgrund der außergewöhnlichen Bedeutung des Bergbaus für das Ruhrgebiet fällt der Abschied besonders schwer. Die Landräte und Oberbürgermeister verabschiedeten sich mit einem letzten Glückauf an die Bergleute und wünschten ihnen für die letzten Schichten „unter Tage“ und den weiteren Lebensweg alles Gute.

Landrat Dr. Ansgar Müller: „Das letzte Steinkohlebergwerk im Kreis Wesel wurde schon vor mehr als fünf Jahren stillgelegt. Nun werden mit Prosper-Haniel und Ibbenbüren auch die verbliebenen Zechen in Nordrhein-Westfalen schließen.“ In Bezug auf den Kreis Wesel führte er aus: „Die in vielen Städten des Ruhrgebiets noch anhaltende Phase des Strukturwandels haben wir gut gemeistert. Obwohl zu Höchstzeiten allein bei Rheinpreußen in Moers gut 11.000 Kumpel und im Bergwerk West zuletzt noch 1.560 Kumpel beschäftigt waren, bestehen heute deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze als zu Zeiten des Bergbaus. Auch aufgrund unserer aktiven Wirtschaftsförderung im Kreis Wesel haben sich in den vergangenen Jahren arbeitsintensive Unternehmen im Kreisgebiet angesiedelt. Insbesondere in der Logistikbranche sind wir ein Motor für unser Bundesland.“

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