Andreas Behncke (l.) und Bernhard Schmitt (Foto: privat)

Dormagen. Mit der einstimmigen Wahl von Andreas Behncke als Nachfolger von Bernhard Schmitt übergibt die SPD-Fraktion den Vorsitz auch gleichzeitig an die nächste Generation. Schmitt wird in Zukunft das Amt des Stellvertreters bekleiden und steht damit dem neuen Fraktionsvorsitzenden mit seinen Erfahrungen und seinem Netzwerk im Hintergrund zur Seite. „Wir wollen die Fraktion zukunftsfest machen und dazu gehört auch, den jüngeren Politikerinnen und Politikern Verantwortung zu übertragen“, erklärt Schmitt nach den Wahlen. Der inzwischen 63-Jährige stand seit dem 21. April 2008 ununterbrochen an der Spitze der SPD-Fraktion. Er hatte aber in den letzten Monaten seinen fast 38-jährigen Fraktionsvize immer mehr in sein politisches Aufgabenfeld eingebunden.

Bernhard Schmitt hat in seiner 10-jährigen Amtszeit, für die ihm die Fraktionsmitglieder ganz besonders danken, den vom damaligen Bürgermeister Heinz Hilgers initiierten Umbau des Stadtkonzerns konstruktiv begleitet und später bei der Erstellung des Haushaltssicherungskonzeptes effektiv mitgearbeitet. Seine Unterstützung galt von Anfang an in hohem Maße dem jetzigen Bürgermeister Erik Lierenfeld, dem er trotz seiner damaligen 27 Jahre die Position als Ersten Bürger der Stadt zutraute. Dem Horremer Schmitt war während seiner Amtszeit immer wichtig, dass die Fraktion geschlossen auftritt. Er erreichte dies, indem er für ein enges und vertrauensvolles Miteinander der erfahrenen und der jungen Politikerinnen und Politikern in seiner Fraktion sowie für eine enge Zusammenarbeit mit Stadtverband, Jusos und natürlich der Verwaltung sorgte. In diesem Sinne wird Schmitt auch weiterhin agieren.

Auch Andreas Behncke sieht die Fraktionsarbeit als Teamarbeit. Behncke, der mit seiner Frau und seinem Kind in Zons lebt, ist seit dem 1. Juli Teamleiter im Bereich wirtschaftliche Angelegenheiten bei der Düsseldorfer Polizei. Finanzpolitische Themen sind für den Verwaltungsjuristen auch Schwerpunkte seiner Fraktionsarbeit. Politisches Geschick bewies und beweist er u. a. bei den Verhandlungen mit dem Koalitionspartner CDU sowie als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender. „Natürlich will ich in der politischen Arbeit auch eigene Akzente setzen“, erklärt Behncke nach seiner Wahl. „Ich sehe mich zudem als Mittler zwischen der heranwachsenden Generation und denen, die bereits auf ein erfahrungsreiches Leben zurückblicken können. Unser gemeinsames Ziel wird es weiterhin sein, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt wohl und aufgehoben fühlen.“

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