Beatrix Dämmler nach der Wassergymnastik (Foto: LVR/HPH)
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Duisburg. Am Anfang gab’s ein paar Ängste. Ist das Wasser nicht zu tief? Schließlich konnte Katja H. nicht schwimmen. Und dann sollte sie in ein Schwimmbecken steigen? Überhaupt: Konnte sie dort gefahrlos hineinklettern? Die 43-Jährige war skeptisch. Genau wie ihre Mitstreiterin Beatrix Dämmler. Doch der erste Besuch im Hallenbad der Christy-Braun-Schule in Duisburg-Marxloh zerstreute alle Bedenken. Heute, wenige Monate später, sind die beiden Frauen begeisterte Wasserratten, freuen sich auf die Aquagymnastikstunden. Und Katja hat inzwischen sogar richtig schwimmen gelernt.

Katja H. und Beatrix Dämmler leben im LVR-HPH-Wohnverbund Duisburger Straße in Homberg. Hier arbeitet Christian Kersken. In einem Katalog einer Duisburger Gesellschaft, die Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung organisiert, hatte er den Wassergymnastikkurs entdeckt. „Eine gute Sache“, sagt der Heilerziehungspfleger. „Bewegung schadet nie, ist gesund, und Gymnastik im Wasser entlastet Knochen und Gelenke.“

Katja H. und Beatrix Dämmler ließen sich trotz ihres anfänglichen Bauchgrummelns überzeugen. Und ein erstes Treffen, bei dem sie die übrigen Schwimmerinnen und Schwimmer und auch das Trainerduo kennenlernten, gab dann den Ausschlag. „Die sind alle sehr nett“, lautete das Fazit. Das Becken ist zudem nicht tief, und wer unsicher auf den Beinen ist, kann sich an einem Handlauf festhalten.

Christian Kersken kann sich noch gut an die strahlenden Gesichter der Frauen nach der ersten Stunde erinnern. „Sie waren einfach nur begeistert, haben Spaß gehabt, sind durchs Becken gerannt und noch vieles mehr.“

Zurzeit nehmen die beiden Hombergerinnen zwei Mal im Monat am Kurs teil, nach den Sommerferien sollen sie wöchentlich dabei sein können, wünscht sich Kersken. Die Fahrt von Homberg und Marxloh sei ein Problem, da zumindest eine Tour mit dem Taxi organisiert werden müsse. Das sei teuer. Aber vielleicht könne noch der eine oder die andere aus dem LVR-HPH-Wohnverbund an der Duisburger Straße für Wassergymnastik begeistert werden, so dass die Fahrtkosten auf mehr Leute umgelegt werden könnten.

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