Feuerlöschboot "Alfons Frings" im Einsatz (Foto: Feuerwehr)

Neuss/Dormagen/Düsseldorf. Update 13.07.2018 – 09:58: Traurige Erkenntnis im Fall des vermissten 49-jährigen Dormageners, den die Polizei seit Dienstag (10.07.) suchte. Am Donnerstagnachmittag (12.07.) wurde im Bereich Rees (Kreis Kleve) ein männlicher Leichnam aus dem Rhein geborgen. Die aufgefundenen Personalpapiere sind die des vermissten Mannes aus Stürzelberg. Nach ersten Erkenntnissen der Kripo gibt es keine Hinweise auf eine Straftat. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes führt derzeit die Kreispolizeibehörde Kleve.

Meldung der Feuerwehr vom 10.07.2018: In den Mittagsstunden erhielt die Leitstelle des Rhein-Kreis-Neuss eine Meldung, dass eine Person in Höhe eines Containers Terminal in Dormagen Stürzelberg in den Rhein gegangen ist. Diese Person ist nach Angaben des Meldenden in der Strömung untergegangen.

Sofort wurden die Wasserrettungseinheiten der Feuerwehren Dormagen, Düsseldorf und Neuss alarmiert. Ebenfalls waren die DLRG und die Wasserschutzpolizei aus Köln und Düsseldorf mit weiteren Booten im Einsatz. Aus der Luft wurde der Rhein mit drei Hubschraubern kontrolliert. Landkräfte der Feuerwehren suchten vom Ufer aus nach der vermissten Person. Eine Drehleiter der Feuerwehr Dormagen wurde in Höhe des Silbersees in Stellung gebracht. Die Person konnte nicht gefunden werden.

Der Einsatz wurde nach ca. 1,5 Stunden abgebrochen. Die Feuerwehr möchte auf diesen Weg ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Schwimmen im Rhein oder auch schon das Baden im Uferbereich lebensgefährlich ist. Bei gefährlichen Strömungen wirkt der Sog so stark, dass er selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer bis auf den Grund zieht. Die Strömungen sind unberechenbar und meist nicht zu erkennen.

Wellen von großen Schiffen können arglos im Wasser stehende Menschen umwerfen und in die gefährliche Strömung treiben.

„Ebbe und Flut“ innerhalb weniger Minuten: Stromaufwärts fahrende Schiffe saugen das Wasser vor ihnen an. In Ufernähe sinkt dann der Wasserpegel. Badende lassen sich durch die kurzfristige „Ebbe“ dazu verleiten, weiter ins Wasser zu gehen. Sobald jedoch das Schiff vorbeigefahren ist, kommt die „Flut“ mit unerwarteter Kraft und reißt selbst Erwachsene in die Hauptströmung. Folgen von Rheinunfällen sind Knochenbrüche, Unterkühlung, Herz-Kreislauf-Störungen und im schlimmsten Fall Ertrinken.

Meldung der Polizei vom 11.07.2018: 

Die Polizei sucht seit Dienstag (10.07.) nach einem 49-jährigen Dormagener, den seine Ehefrau am Nachmittag vermisst gemeldet hatte. Sie schilderte, dass ihr Mann gegen 11 Uhr das Haus in Stürzelberg verlassen habe, um mit seinem blauen Golf kurz Besorgungen zu machen. Ab da habe es keinen Kontakt mehr gegeben.

Die Polizei veranlasste Ermittlungen und Suchmaßnahmen bei denen sie unter anderem einen Personenspürhund einsetzte. Das Auto des Vermissten wurde noch am Dienstag an der Uferstraße aufgefunden. Es war verschlossen und ordnungsgemäß geparkt.

Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse über den Verbleib des Dormageners. Hinweise auf eine Straftat gibt es keine. Zusammenhänge mit einem Rettungseinsatz am Dienstagmittag sind auch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Zeugen hatten eine Person im Rhein gemeldet. Die Suche, bei der unter anderem Hubschrauber sowie Wasserrettungseinheiten der Feuerwehr und des DLRG eingesetzt wurden verlief leider erfolglos. (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen