Prämienverleihung "nich!egal- Klimaschutz an Essener Bildungseinrichtungen" Oberbürgermeister Thomas Kufen ehrt die Kita Portendieckstrasse (Foto: Elke Brochhagen)

Essen. Am Donnerstag war großer Bahnhof in der Gesamtschule Holsterhausen: Insgesamt 14 Essener Kindertagesstätten und Schulen erhielten von Oberbürgermeister Thomas Kufen Urkunden und Prämien im Rahmen einer lebendigen Veranstaltung. Eingeladen hatte das Projekt „nich!egal – Klimaschutz an Essener Bildungseinrichtungen“ der Stabsstelle Klimaschutz des Essener Umweltamtes, das seit Anfang 2017 die Leitgedanken des Konzepts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufgreift. Durch den besonderen Themenschwerpunkt „Energie“ und konkreten Einsparungen bei der Energienachfrage leistet das Projekt einen Beitrag zur Kostensenkung sowie zu den städtischen Klimaschutzzielen. Eine besondere Säule dieses Projektes ist die Ausschüttung von finanziellen Anreizen in Höhe von insgesamt fast 19.000 Euro für erfolgreichen Klimaschutzaktivitäten.
„Es gibt keine besseren Investitionen als die in die Zukunft unserer Städte“, betonte Matthias Sinn, Leiter des Essener Umweltamtes, bei der Übergabezeremonie. „Essen hat das frühzeitig erkannt und verfügt über eine leistungsfähige und engagierte Bildungslandschaft, die es schaffen kann, diese Investitionen dort zu platzieren, wo für unsere Stadt die meisten Chancen entstehen: In den Köpfen der Essener Kinder.“
Für den musikalischen Rahmen sorgten zwei Kindertagesstätten und die hauseigene Big Band der Gesamtschule Holsterhausen, eine Ausstellung zum Thema Klimaschutz mit Exponaten der Schülerinnen und Schüler machten den Tag nicht nur für die vielen Anwesenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einem besonderen Anlass.

Zum Hintergrund:
Seit Beginn des Jahres 2017 wird das Portfolio der Stabsstelle Klimaschutz des Essener Umweltamtes durch zwei Klimaschutzmanager ergänzt, die städtische Bildungseinrichtungen sowohl inhaltlich-pädagogisch als auch durch konkrete Maßnahmen bei der Einsparung von Energie (-Kosten) unterstützen.
In Zusammenarbeit mit Essener Bildungseinrichtungen werden Kindern und Jugendlichen die Fähigkeiten vermittelt, mit denen sie sowohl in ihren sozialen und ökologischen Bezügen als auch in zukünftigen Arbeitsumfeldern verantwortungsbewusst und vorausschauend abwägen, entscheiden und handeln können. Möglich wird diese Doppelstrategie durch die sogenannte „Kommunalrichtlinie“, ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das die Personalkosten der engagierten Klimaschützer bis Ende 2020 zu 91 % finanziert.
Das Prämiensystem ist verpflichtender Bestandteil des Förderprojektes.
Folgende Kindertagesstätten und Schulen werden für ihr nachhaltiges Engagement durch den Oberbürgermeister ausgezeichnet:

Kindertagesstätten:

  • Kita Hildesheimer Straße
    547 Euro, unter anderem für die Teilnahme an einer Teamfortbildung und dem Hausprojekt „Felix reist um die Welt“.
  • Kita Mölleneystraße
    900 Euro, unter anderem für die Verankerung im pädagogischen Konzept, verschiedenste Projekte und Bestandsaufnahme im Handlungsfeld Energie sowie Beteiligung der Elternschaft.
  • Kita Stapenhorststraße
    579 Euro, unter anderem für die Teilnahme an einer Teamfortbildung und die ersten energetischen Optimierungen.
  • Kita Waterfohrstraße
    771 Euro, unter anderem für die Teilnahme an der Fortbildung „Energiesammler“ und die frühzeitige Sensibilisierung beim Bezug neuer Räumlichkeiten.
  • Kita Förderstraße/ Welkerhude
    631 Euro, unter anderem für die intensive Sensibilisierung und Ideensammlung wie z.B. die Anpassung der Heizungsanlage an die Belegungs- und Ferienzeiten.
  • Kita An der Bergbrücke
    775 Euro, unter anderem für vielfältige Aktivitäten von der „Braunen Tonne“ über die „Energiespürnasen“ und den „Energiesparsong“ bis zum „Sauber-Zauber“.
  • Kita Portendieckstraße
    1.009 Euro, unter anderem für ihr langjähriges Engagement als Umweltkita und ihren Ansatz des „Globalen Lernens“ von Anfang an sowie ihr Bemühen um die Auszeichnung „faire Kita“.

Schulen:

  • Städtisches Mädchengymnasium Borbeck
    1.342 Euro, unter anderem für einen extra eingerichteten Projektkurs mit vielfältigen Ergebnissen, konkrete Planungen für eine Wasserstation und ein Mülltrennungssystem sowie den Workshop „Energieeffizienz“ am Girlsday.
  • Gymnasium an der Wolfskuhle
    1.824 Euro, unter anderem für das „Grüne Klassenzimmer“, eine AG zu den Themen Nachhaltigkeit, Energiebilanz und Biodiversität sowie die Durchführung eines öffentlichen Vortrages „WOKU fragt: Wie sollten wir handeln? Ökonomie vs. Ökologie“ von Professor Stefan Heinemann, der über den Stadtteil hinaus begeisterte.
  • Gymnasium Essen-Überruhr
    3.240 Euro, unter anderem für die Einrichtung eines Projektkurses mit Messtechnik und Erkenntnissen über konkrete Heizenergieverluste, eine Kampagne zum Energienutzerverhaltens über die sozialen Medien sowie ein schulweites Quiz zum Thema.
  • Gesamtschule Holsterhausen
    3.098 Euro, unter anderem für ihr vorbildliches Engagement auf Grundlage eines Agenda-Leitbildes: eine von Schülerinnen und Schülern jährlich organisierte Klimakonferenz, einen Klimarat, einen jährlichen Umwelttag, eine Garten-AG, ein Energiemonitoring, ein Plastikpfandsystem sowie war die Erstellung einer Klimakiste.
  • Theodor-Heuss-Gymnasium
    2.154 Euro, unter anderem für die Auswertung der Heizdaten, eine „Nachhaltigkeits-AG“, die Einrichtung eines Projektkurses „Strom“ inklusive Entwicklung eigener Produkte zum Themenfeld Erneuerbare Energien sowie die feste Verankerung dieser Themen im Schullalltag.
  • Helene-Lange-Realschule
    489 Euro, unter anderem für eine erfolgreiche Schulgarten-AG und Exkursionen bspw. in die Energiegemeinde Saerbeck sowie die Gründung einer Schülerfirma „Fair & Wunderbar Essen“ (Kiosk).
  • Hugo-Kükelhaus-Berufskolleg
    1.290 Euro, unter anderem für die Aufnahme der Themen „Energieverbrauch“ und „Klimawandel“ in den Stundenplan der Ausbildungsjahrgänge im Frisörhandwerk inklusive Auftaktworkshops und Upcycling-Projekte.
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