Insbesondere Neuanpflanzungen sind bei langanhaltender Trockenheit auf Wasserspenden angewiesen (Foto: WBO)

Oberhausen. Bei langanhaltender Trockenheit können die Straßenbäume in Oberhausen unter Wassermangel leiden. Schon im vergangenen Sommer bat daher die Stadtverwaltung die Anwohner um Unterstützung.

„Das Wurzelwerk junger Bäume reicht nach dem Pflanzen nicht bis in die tieferen, feuchteren Erdschichten, um von dort genügend Wasser zu ziehen“, erklärt Frauke Ölsner vom Fachbereich Ökologische Planung der Stadt Oberhausen. Die OGM GmbH, die die Straßenbäume bewässert, freut sich deshalb über Unterstützung. Insbesondere die Neuanpflanzungen sind auf Hilfe angewiesen. „Ihr Feinwurzelwerk zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen muss erst noch ausgebildet werden, um sich bei Trockenheit ausreichend selbst versorgen zu können“, erläutert Ludger Mühlenstädt, ebenfalls vom Fachbereich Ökologische Planung.

Bis zu zehn Jahren dauert es, bis der Wurzelbereich auch in die tieferen Schichten reicht. Aber auch gestresste ältere Straßenbäume profitieren natürlich von einer Wasserspende. Die Devise bei der Bewässerung: Besser einmal wöchentlich ein große Menge – bis zu 60 Liter bei Jungbäumen, bis zu 100 Liter bei alten Bäumen, als häufiger kleine Mengen. Wenn das Erdreich um den Stamm verdichtet ist, können natürlich nur kleinere Mengen gegossen werden; sobald das Wasser oberirdisch in den Gully läuft, hilft es dem Baum nicht mehr. Der Morgen bietet sich zum Gießen an, da die Erde dann noch kühl ist und das Wasser besser aufnehmen kann. Umweltdezernentin Sabine Lauxen freut sich über bürgerschaftliches Engagement: „Herzlichen Dank für Ihre Hilfe – Sie unterstützen die grüne Lunge unserer Stadt!“

Beitrag drucken
Anzeigen