Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unter der Leitung von Dirk Putzer (links) mit einer der entschärften Bomben (Foto: Stadt Grevenbroich)
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Grevenbroich. Am heutigen Tage wurden zwei bei den in den vergangenen Wochen durchgeführten Sondierungsarbeiten entdeckten Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die beiden Blindgänger mit je 250 Kilo Sprengkraft lagen unter der BAB540, die derzeit saniert wird. Die sondierten Verdachtspunkte hatten sich aus der Auswertung von Luftbildern aus dem 2. Weltkrieg ergeben.

In einem Umkreis von bis zu 300 Meter um die Fundorte wurde eine Evakuierung notwendig. Davon betroffen waren rund 20 Personen im nördlichen Gustorf. In einem Umkreis von 300 bis 500 Meter wurde luftschutzmäßiges Verhalten angeordnet. Dies bedeutet, dass man sich während der Entschärfung in Gebäuden aufhalten durfte, aber nur in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Auch der Bahnverkehr musste unterbrochen werden.

Die ersten Sperrungen wurden gegen 11 Uhr vorgenommen. Gegen 14 Uhr waren die betroffenen Gebiete entsprechend gesichert, so dass mit der Entschärfung begonnen werden konnte. Diese wurde durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführt und dauerte rund 45 Minuten an. Nach dem erfolgreichen Abschluss wurden die Sperrungen umgehend aufgehoben und der Einsatz um kurz nach 15 Uhr beendet.

Um die beiden Fundstellen zu erreichen war es notwendig, den Damm, auf dem die Autobahn errichtet wurde, abzutragen. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Autobahn werden rund zwei Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin muss die BAB540 zwischen den Anschlussstellen Frimmersdorf und Gustorf weiter voll gesperrt bleiben.

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