Lenni Janssen bei der Eröffnung des Skateparks in Düsseldorf Eller am 30. Juni 2018 (Foto: © Stadt Düsseldorf/David Young)
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Düsseldorf. Skate-Bereiche mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden stehen nun in der Landeshauptstadt Düsseldorf auf einer Fläche von insgesamt 3.800 Quadratmetern zur Verfügung. Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnete an der Heidelberger Straße im Stadtteil Eller am Samstag, 30. Juni, nach eineinhalb Jahren Bauzeit zusammen mit Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Jugendamtsleiter Johannes Horn, der stellvertretenden Sprecherin des Düsseldorfer Jugendrates Caroline Janßen und Architekt Dirk Lücke Deutschlands größtes Skate-Paradies. Anschließend nahmen zahlreiche Skaterinnen und Skater die Anlage in Beschlag. Es gibt eine „Kids Area“, eine „Street-Area“, eine „Flat-Area“ und eine „Bowl Area“, die verschiedene Leistungsanforderungen stellen: Ein Park, der für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis perfekt geeignet ist, und jeden Skate-Aspekt bedient. Mit Gesamtkosten von knapp zwei Millionen Euro bleibt die Anlage – einschließlich des noch zu errichtenden Zeltdachs – im Kostenrahmen. Vom 14. bis 16. September werden dort die Deutschen Skateboard-Meisterschaften in ‚Street‘ und ‚Park‘ ausgetragen. Das Jugendamt ist Betreiber der Anlage.

Für Oberbürgermeister Thomas Geisel ist es wichtig, dass der Skatepark für alle Altersklassen und jedes Können konzipiert ist: „Die Skateboard-Fans haben lange auf diese Anlage gewartet. Aber das Warten hat sich gelohnt. Dort wird nun die Jugend- wie auch die Sportförderung in idealer Weise miteinander verknüpft. Ich freue mich schon auf die Deutschen Skateboard-Meisterschaften, die sicher deutschlandweit beachtet werden.“ Die Eröffnung traf in Skater-Kreisen auf großes Interesse, nicht nur aus dem benachbarten Ausland, sondern sogar aus Übersee waren Gäste an den Rhein gekommen.

Die Stadtwerke Düsseldorf sponsorn den Skatepark. „Wir freuen uns für alle Skater, die sich ab sofort im Park austoben können. Mit ihm erhält Düsseldorf ein weiteres Sport-Highlight, das wir gerne unterstützen. An unserem neuen Trinkwasserbrunnen können sich die Sportlerinnen und Sportler erfrischen, außerdem stellen wir eine E-Bike-Ladestation zur Verfügung und die Netzgesellschaft Düsseldorf unterstützt das Flutlicht“, so Manfred Abrahams, Vertriebsvorstand der Stadtwerke Düsseldorf.

Daten und Fakten zum Skatepark
Der Park bietet eine große Street, Flow, Bowl und Kids Area. Jeder Bereich ist stufenweise aufgebaut, sodass für jedes Level etwas dabei ist. So können alle Freundinnen und Freunde der flinken Rollen ihr Skateboarding Schritt für Schritt weiterentwickeln.

  • Den größten Bereich nimmt die sogenannte Street Area mit 1.600 Quadratmetern ein. Sie bietet mit den drei verschiedenen Ebenen unzählige Möglichkeiten an Lines.
  • Der rote Stern, der hier in ein Pyra-ähnliches Obstacle (ein Hindernis, das wie eine Pyramide ohne Spitze aussieht) integriert ist, ist ein Kunstwerk von Imi Knoebel. Der Düsseldorfer ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Künstler. Der sogenannte Kinderstern steht für die Rechte der Kinder und stellt als Wiedererkennungsmerkmal den Bezug zur Kunst als wichtigen Kulturaspekt der Stadt Düsseldorf dar.
  • Die an die Streetfläche angrenzende Flow Area lässt die Herzen höher schlagen. Direkt neben der Flow Area gibt es einen großen Bowl-Bereich. Für das Bowl Design konnte Rune Glifberg mit seiner Agentur Glifberg & Lykke aus Kopenhagen gewonnen werden.
  • Flow und Bowl Area sind zusammen mit über 1.400 Quadratmetern fast genauso groß angelegt wie die Street Area.
  • An die über 500 Quadratmeter große Kids Area mit Obstacles (Hindernissen), die speziell für Kinder designed sind, wird zusätzlich ein Aufenthaltsbereich mit sanitären Einrichtungen entstehen.

Architekt Dirk Lücke vom Studio L2 Architektur betonte, dass der Entwurf für den Skatepark in enger Zusammenarbeit mit Skateboardern der lokalen Szene, dem Jugendrat und der Marketingagentur Fine Lines entwickelt wurde. Damit wird sichergestellt, dass sich die neue Anlage ganz an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer orientiert. Bis zum Jahresende soll noch ein Zeltdach für die Kids Area und den Aufenthaltsbereich errichtet werden.

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