v.l. Ibrahim Yetim, MdL - Sascha Roncevic Vorsitzender SLaM - Atilla Cikoglu, JHA-Vorsitzender (Foto: privat)

Moers. Mit sehr großer Überraschung haben Ibrahim Yetim, integrationspolitischer Sprecher und Innenpolitiker der Landtagsfraktion NRW und Atilla Cikoglu, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Moers und Jugendhilfeausschussvorsitzender Moers durch die Medien erfahren, dass der Moerser Verein SLaM & Friends Moers e.V (Schwule und Lesben aus Moers) auf einer Todesliste der NSU steht.

Beide äußern ihr Unverständnis darüber, dass der Vorstand über die Medien erfahren musste, dass NSU und Rechtsextremisten ihren Tod wünschen.

„Der Staat und seiner Organe haben ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Warum der Verein nicht durch die staatlichen Organe informiert wurde, ist aus meiner Sicht völlig unverständlich. Wenn jemand im Fokus von Extremisten gelangt, erst recht, wenn jemand auf einer Todesliste steht, dann haben die Behörden zu informieren und zu helfen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass der Staat unsere Bürgerinnen und Bürger alleine lässt, die sich für mehr Demokratie, Vielfalt und Offenheit in der Gesellschaft engagieren, so Ibrahim Yetim.

Atilla Cikoglu, zeigt sich solidarisch mit dem Verein SLaM & Friends Moers und lobt deren Arbeit.

„Die hervorragende Arbeit unseres Vereins für Toleranz in der Gesellschaft zeigt sich in der überregionalen Anerkennung, die er erhält. Dadurch haben wohl auch Extremisten in Sachsen von unserem Verein erfahren. Wenn Feinde der Demokratie, unseren Verein und deren Mitglieder auf einer Todesliste führen, dann haben sie in der Vergangenheit ganz viel richtig gemacht. Als Moerser JHA-Vorsitzender bin ich stolz auf diese Arbeit. Meine Solidarität und Unterstützung haben alle Mitglieder von SLaM. Ich kann ihnen nur zurufen: Macht weiter so! Wir stehen an Eurer Seite, für ein offenes, vielfältiges und demokratisches Deutschland.“

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