Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und Oberbürgermeister Thomas Kufen (rechts) (Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 22.06.2018)
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Essen. Besuch des Landesintegrationsministers Dr. Stamp in Essen – Handlungskonzept zur Integration vorgestellt

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat am Freitag (22.6.) Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, das Handlungskonzept der Stadt Essen zur Integration von Menschen mit libanesischer Zuwanderungsgeschichte vorgestellt. Ziel des sogenannten „Essener Modells“ ist es, jungen Menschen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus und aufeinanderfolgenden Duldungen eine bessere, eventuell sogar dauerhafte Bleibeperspektive zu ermöglichen. Voraussetzung ist, dass sie unter anderem eine positive Integrationsprognose aufweisen.

Während des Besuchs hat sich der Landesintegrationsminister die Zeit genommen, mit betroffenen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sich ihre Lebenssituation schildern zu lassen. Vom „Essener Modell“ zeigte er sich beeindruckt: „Das Thema Integration von Menschen mit einem ungeklärten Status beschäftigt auch die Landesregierung. Das Essener Modell ist vorbildlich und wird von mir unterstützt. Im Sinne der Integration müssen wir einen Rahmen schaffen, damit ein ungeklärter Herkunftsstatus nicht dauerhaft vererbt wird. Wir wollen die Rechtslage verbessern und vernünftige Lösungen finden. Gerade junge Menschen benötigen die Perspektive, wichtiger Teil unserer Gesellschaft zu sein.“

Die Zielgruppe von „Chancen bieten – Grenzen setzen“ sind junge Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren, die in Essen geboren sind oder seit mindestens fünf Jahren in Essen leben. Um sich für das Essener Modell zu qualifizieren, müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig die Schule besuchen, in einer Ausbildung sein oder einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Auch die nachhaltige Mitwirkung bei der Klärung ihrer Identität und der Beschaffung von Ausweispapieren ist Voraussetzung für die Teilnahme am Programm.

„Für knapp 500 junge Menschen in unserer Stadt kann das Projekt ‚Chancen bieten – Grenzen setzen‘ eine echte Zukunftschance sein“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Gleichzeitig wollen wir damit auch eine klare Botschaft an diejenigen senden, die sich nicht integrieren wollen. Der Besuch des Ministers und seine Unterstützung sind wichtig, damit wir die Rahmenbedingungen schaffen können, zukünftig eben noch mehr Chancen bieten und Grenzen setzen zu können.“

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