Alle sind froh über den geglückten, lebensrettenden Einsatz von Feuerwehr und Polizei am 16. April: Marc Lechsner, Christian Heilmann, Christina, Lilly, Karsten und Lena Krebber, Thomas van Gelder und Denise Glienke (v.l.) (Foto: pst)
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Moers. „Ich bin so froh, dass Sie für uns da waren. Ich könnte mir mein Leben ohne meinen Papa nicht vorstellen“, mit diesen Worten bedankte sich Lena Krebber (14) am Freitag, 15. Juni, in der Feuer- und Rettungswache Moers bei den Rettungskräften. Die Familie war an dem Nachmittag dort zu Besuch, um ganz persönlich ihre Dankbarkeit zu bekunden. Vater Karsten Krebber (47) hatte am 16. April auf dem Weg von der Arbeit in Homberg nach Hause mit dem Fahrrad an der Kreuzung Düsseldorfer Straße/Venloer Straße einen schweren Herzinfarkt erlitten. Die durch einen Autofahrer gerufenen Polizisten haben direkt erste Hilfe geleistet. Ursprünglich sah die Situation nach einem Verkehrsunfall aus. Die danach angeforderten Rettungskräfte der Feuerwehr Moers konnten die lebensrettenden Maßnahmen fortführen. Nach 20 Minuten Reanimationsmaßnahmen und zwei Defibrilationen schlug das Herz des zweifachen Vaters wieder. „Das war wie ein Wunder, dass so viele Helfer so schnell gehandelt haben. Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar“, so Ehefrau Christina Krebber.

Autofahrer soll sich bei Feuerwehr melden
An dem Tag waren von der Feuerwehr Moers Christian Heilmann, Thomas van Gelder und Denise Glienke, die sich noch in der Ausbildung befindet, im Einsatz. „Der Dank freut uns natürlich sehr. Dann wissen unsere Einsatzkräfte, wofür sie auf dem Wagen sitzen“, erklärte Wachabteilungsführer Marc Lechsner. Oft gibt es bei den Einsätzen eher Kritik und verbale Angriffe von den Personen, die sich vor Ort befinden und in einer Notsituation sind. Die Feuerwehrkräfte lobten ihrerseits das schnelle Eingreifen der Polizisten bei der Reanimation. Nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation, im Krankenhaus und nach einer Kur geht es Karsten Krebber wieder recht gut. Bald möchte er auch wieder aufs Fahrrad steigen. Einen Wunsch hatte die Familie allerdings noch: Der Autofahrer, der die Polizei gerufen hatte, war danach nicht mehr aufzufinden. Die Krebbers möchten sich aber noch bei ihm bedanken. Er kann sich in der Feuer- und Rettungswache zur Kontaktaufnahme melden.

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