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Essen. Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch, 20. Juni 2018, einen Warnstreik am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) angekündigt. Der Vorstand des UK Essen und ver.di haben am späten Montagabend eine Notdienstvereinbarung für den Streiktag abgeschlossen, um den Versorgungsauftrag des Klinikums weiterhin zu ermöglichen.

Der Vorstand des Universitätsklinikums möchte die Patientinnen und Patienten deshalb darauf hinweisen, dass sich am Mittwoch, 20. Juni 2018, als Folge des Warnstreiks die Abläufe deutlich verzögern werden und dadurch Wartezeiten entstehen. Dafür wird um Verständnis gebeten.

Dringend notwendige Operationen werden auch während des Streiks zuverlässig durchgeführt. Auch Notfälle werden weiterhin behandelt.

Verschiebbare Operationen und Behandlungen werden terminlich verlegt, die Patientinnen und Patienten in der Regel frühestmöglich informiert. Nicht dringend notwendige Besuche sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Das Klinikum bittet die Patientinnen und Patienten, etwaige Unannehmlichkeiten aufgrund des von ver.di initiierten Streiks, in dem es um Engpässe, vor allem in der Pflege, und Arbeitsverdichtung geht, die bundesweit als Probleme identifiziert wurden, zu entschuldigen.

Das UK Essen wird, wie auch sonst, alles tun, um die Sicherheit seiner Patientinnen und Patienten zu gewährleisten und das hohe Niveau der Krankenversorgung aufrecht zu erhalten.

Wie auch ver.di weiß, ist das Universitätsklinikum nicht zu den von der Gewerkschaft geforderten eigenen Tarifverhandlungen berechtigt. Das UK Essen ist laut Hochschulgesetz NRW zwingend Mitglied des Arbeitgeberverbandes des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit ist das UK Essen an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gebunden. Die TdL lehnt es ab, dass einzelne Mitglieder Verhandlungen zu einem von Verdi geforderten „Tarifvertrag Entlastung“ führen.

Der Vorstand des Universitätsklinikums Essen glaubt weiter daran, dass eine Verbesserung der Situation nur gemeinsam und nicht gegeneinander gelingen kann. Er setzt weiter auf einen konstruktiven Dialog und möchte die begonnenen Gespräche mit Gewerkschaft und Personalrat gerne weiterführen.

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