Bürgermeisterin Mielke-Westerlage hat für derlei Aktionen kein Verständnis (Repro: Stadt Meerbusch)

Meerbusch. Mit Nachdruck hat sich Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage von den jüngst durch die Initiative „Der Osterather“ in Umlauf gebrachten Abstimmungskarten mit dem Titel „Meerbusch, die ehemalige Stadt im Grünen“ distanziert. „Die Initiative zeichnet hier wider besseren Wissens ein völlig absurdes Drohszenario, das die Bürgerschaft bewusst  desinformiert“, so die Bürgermeisterin. In Osterath seien weder Hochhäuser geplant noch ein Industriegebiet mit rauchenden Schloten oder gar ein ‚Gewerbemonster‘. „Diese Behauptungen sind schlichtweg falsch“, so Mielke-Westerlage.

Richtig sei vielmehr, dass in verschiedenen Stadtteilen von Meerbusch und schwerpunktmäßig in Osterath entlang der Bahntrasse neue Wohngebiete entstehen sollen. Die Art der Bebauung werde allerdings ganz dem Charakter der Stadt entsprechen. „Hochhäuser – wie auf der Karte dargestellt – sind überhaupt nicht geplant. Südlich der A 44 wollen wir dringend benötigte neue Gewerbeflächen entwickeln. Dort sollen Unternehmen wie im Business-Park Mollsfeld West Platz finden, aber auch Handwerker, die an ihrem jetzigen Standort nicht expandieren können. Industrieanlagen, mit hohem Schadstoffausstoß will niemand.“ In Sachen Stromkonverter, so betont die Bürgermeisterin, kämpften Verwaltung und Politik seit Jahren – sowohl politisch als auch gerichtlich – hart für eine Verhinderung des Standortes Osterath.

Obendrein, so Mielke-Westerlage, suggeriere die Karte dem arglosen Betrachter, es handele sich um eine Befragungsaktion der Stadt Meerbusch. Die rhetorische Frage „Die Verschandelung von Osterath – Ich bin dagegen / Ich bin dafür“ sollen die Bürger per Kreuzchen beantworten und ihr Votum direkt ins Bürgermeisterbüros schicken. Erste Rückantworten von erzürnten oder völlig irritierten Bürgern gingen bereits im Rathaus ein.

Verärgert ist die Verwaltungschefin zudem, weil die Initiative alle Gesprächsangebote im Vorfeld stets abgelehnt habe. Auch in Sitzungen sei der Initiative immer wieder Gelegenheit zu Nachfrage oder Kritik gegeben worden. Ohne Ergebnis. Zu keinem Zeitpunkt sei mit sachlichen Argumenten diskutiert worden. Stattdessen habe man allein mit provokativen Werbeaktionen und Slogans versucht, die Öffentlichkeit zu manipulieren.

Mielke-Westerlages Fazit: „Es ist gut, wenn sich Initiativen engagiert für ihr Anliegen einsetzen, aber Methoden wie diese richten nur Schaden an.“

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