(Foto: privat)

Moers. Die nachhaltige Leistungsentwicklung in der Klinik für Innere Medizin des St. Josef Krankenhaus verlangt nach einer Modernisierung der Strukturen und Anpassung der Prozessabläufe, um die gute medizinische Leistung den Patienten zielgerichteter an­bieten zu können.

Bisher gab es am St. Josef Krankenhaus in Moers eine große, ungeteilte Abteilung für Innere Medizin. Um den mit zunehmendem Alter der Bevölkerung immer kom­plexeren Kombinationen von Krankheitsbildern auch zukünftig mit ausgewiesenen Fachspezialisten begegnen zu können, hat das St. Josef Krankenhaus zum 1. Ja­nuar 2018 das Zentrum für Innere Medizin mit vier Kliniken und insgesamt 176 Bet­ten gegründet. Der Direktor des Zentrums für Innere Medizin am St. Josef Kranken­haus, Dr. med. Christoph Vogt, erläutert diese Umstrukturierung: „Unter dem Dach des Zentrums für Innere Medizin haben wir die Kliniken für Diabetologie und Rheu­matologie, die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Onkologie und Infektions­krankheiten, die Klinik für Kardiologie und die Klinik für Geriatrie als fachlich eigen­ständige Kliniken eingerichtet, die eigenständig durch ihre Chefärzte geführt werden. Gerade im Fachgebiet der Inneren Medizin werden die inhaltlichen Anforderungen an un­sere Ärzte immer spezifischer. Die fachliche Breite der Inneren Medizin ist durch einen einzelnen Arzt kaum zu beherrschen. Entsprechend haben sich die Weiterbildungs­ordnungen geändert und die jungen Ärzte werden durch die Spezialisierung zielge­richtet weitergebildet.“

Gerade ältere Patienten mit verschiedenen, gleichzeitig bestehenden Erkrankungen müssen von einem erfahrenen Internisten mit Übersicht über das gesamte Fach gesehen werden. Die Zusammenfassung der Fachgebiete der Inneren Medizin in einem Zentrum, bedeutet durch die stärkere Vernetzung für die Patienten eine verbesserte Versorgung. „Die zukunftsorientierte Spezialisierung bei gleichzeitiger Bündelung unter einem Dach stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Anforderungen moderner Medizin bedarfsgerecht zu erfüllen“, so Geschäftsführer Ralf H. Nennhaus.

Dr. Christoph Vogt, als Direktor des Zentrums gesamtverantwortlich, ist Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Onkologie und Infektiologie. Dieser größte Bereich des Zentrums für Innere Medizin beschäftigt sich insbesondere mit Erkran­kungen des Magen-Darmtraktes und der Leber sowie mit Tumorerkrankungen und Infektionen. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Klinik ist die Endoskopie des Magen- und Darmtraktes sowie spezielle Ultraschalluntersuchungen.

Chefarzt der Klinik für Kardiologie ist Dr. Stefan Schickel. Er und seine Oberärzte arbeiten eng mit der kardiologischen Praxis im Ärztezentrum am St. Josef Krankenhaus zusammen. Eine optimale Versorgung vor, während und bei Herzkatheteruntersuchungen ist durch diese sehr lebendige Kooperation gewährleistet.

Die dritte Säule des Zentrums für Innere Medizin, die Klinik für Diabetologie und Rheu­matologie, wird von Chefarzt Dr. Andreas Adler geleitet. Hier werden Patienten mit der Erkrankung des Diabtes mellitus 2 behandelt, bei denen die Erkrankung entweder neu diagnostiziert oder akut verschlechtert ist. Zur Abbildung der qualitativ hochwertigen Versorgung wurde die Abteilung nach den Kriterien der Deutschen Diabetes Gesell­schaft zertifiziert.

In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Orthopädie und dem Department für Schmerztherapie können von jetzt an auch solche Patienten aufgenommen und the­rapiert werden, bei denen der Verdacht auf oder eine bereits bestehende Rheuma­erkrankung besteht.

Eine spezialisierte Behandlung für ältere Menschen bietet die Klinik für Geriatrie. Chefarzt Dr. Jürgen Ziegenfuß und sein Team sorgen dafür, dass die Patienten, die in der Regel über 70 Jahre sind und wegen ihrer Mehrfacherkrankungen neben einer akut-medizinischen Versorgung zusätzlich mit einer auf Rehabilitation ausgerichteten Behandlung optimal versorgt werden, um ihre Selbständigkeit zu erhalten bzw. wie­der herzustellen.

Diese Spezialisierung in der Inneren Medizin und die Aufteilung in eigenständige Kliniken stellt darüber hinaus auch einen Mehrwert für die niedergelassenen Ärzte dar. Die Kommunikation und Kooperation mit den Haus- und Fachärzten wird immer wichtiger, so dass hier auch mehrere Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Die Aufteilung in vier eigenständige Kliniken innerhalb des Zentrums für Innere Medi­zin bedeutet eine Bündelung der verschiedenen Kompetenzen und somit eine opti­male Versorgung der Patienten.

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