v.l. Dirk Göbel mit Millingens Sozialwart Clemens Brune und Rainer Lempert, dem Abteilungsleiter der Fußballsenioren, bei den praktischen Übungen (Foto: privat)

Rheinberg. Zirka 100.000 Todesfälle gibt es pro Jahr in Deutschland aufgrund eines plötzlichen Herzstillstandes und vielen der Betroffenen könnte mit einem automatischen externen Defibrillator das Leben gerettet werden.

Dem hat der SV Millingen schon im Jahr 2005 Rechnung getragen und war damit Vorreiter in Rheinberg. Für den Sportplatz an der Jahnstraße und die Turnhalle Millingen wurden zwei AEd´s auf Vereinskosten beschafft.

Im Namen der jährlichen gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfung der lebensrettenden Geräte wurde Millingens Vorsitzender Ulrich Glanz von Dirk Göbel, dem Außendienstmitarbeiter der Firma Wero Medical das Angebot unterbreitet, eine Schulung für Ersthelfer des Vereins in der Bedienung des sogenannten Laiendefibrillators durchzuführen. Dieses Angebot wurde trotz der Kosten selbstverständlich angenommen, denn schließlich reduziert sich in möglichen Diskussionen alles auf die Frage, wie teuer denn ein Menschenleben ist.

15 Personen aus allen Abteilungen des Vereins nahmen an der Schulung teil, die trotz des ernsten Themas in einer sehr lockeren Atmosphäre stattfand. Es wurde theoretisches Wissen vermittelt und jeder hatte anschließend die Möglichkeit, an einem Dummy mit dem AED die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu trainieren.

Ulrich Glanz betonte nach der mehr als 90-minütigen Schulung, dass die AED´s in Millingen zwar regelmäßig überprüft werden, dass sie aber bislang noch nicht zum Einsatz kommen mussten. Er hofft, dass das in Zukunft auch so bleibt, aber wenn wirklich einmal ein Notfall eintritt, sollten Mitglieder des SV Millingen auf jeden Fall in der Lage sein, bis zum Eintreffen des Notarztes suffizient Hilfe zu leisten. Und einen Grundsatz gab er allen Teilnehmern der Schulung auch noch mit auf den Weg: „Als Ersthelfer kann man eigentlich nichts falsch machen, man muss einfach nur helfen!“

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