Oberbürgermeister Thomas Geisel und Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage eröffneten neuen Straßenabschnitt der Böhlerstraße (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Düsseldorf/Meerbusch. Die Verlängerung der Böhlerstraße haben Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und die Bürgermeisterin von Meerbusch, Angelika Mielke-Westerlage, am Montag, 4. Juni, offiziell für den Autoverkehr freigegeben. Damit ist die Lücke zwischen der Krefelder Straße und der Brüsseler Straße geschlossen worden. Die Gesamtkosten für die Verlängerung der Böhlerstraße belaufen sich auf 9,35 Millionen Euro.

„Nach 15 Jahren vorbereitender Planungen, Verhandlungen und einer Bauzeit von 20 Monaten, freue ich mich, dass wir hier nun gemeinsam die Verlängerung der Böhlerstraße für den Verkehr frei geben können. Durch die neue Verbindung, die hier entstanden ist, werden die Marienburger Straße in Meerbusch, aber auch die Heerdter Landstraße, die Pariser Straße und die Krefelder Straße auf Düsseldorfer Stadtgebiet vom Durchgangsverkehr entlastet. Gleichzeitig werden dadurch neue Wohngebiete in Meerbusch und Düsseldorf erschlossen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der Freigabe.

„Dass wir heute die Eröffnung dieses wichtigen Lückenschlusses erleben dürfen, ist für beide Städte – für Meerbusch und für Düsseldorf – ein erfreuliches Ereignis. Der Bau ist für mich auch ein Zeichen der guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit unserer beiden Städte und ein wichtiges Signal für die weitere städtebauliche Entwicklung im Bereich unserer gemeinsamen Stadtgrenze. Ich bin persönlich froh und stolz, dass wir die Pläne, die schon unsere Amtsvorgänger vor vielen Jahren hoffnungsfroh begründet haben, heute mit der Übergabe der verlängerten Böhlerstraße vollenden dürfen. Sie bedeutet nicht zuletzt auch für die Anwohner im Büdericher Süden eine lang ersehnte Verkehrsentlastung. Die Straße bindet das Areal Böhler und die umliegenden Neubaugebiete optimal an“, erläuterte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

Das Bauprojekt liegt sowohl auf Flächen der Stadt Düsseldorf als auch der Stadt Meerbusch und des Landes Nordrhein-Westfalen, so dass mit der Stadt Meerbusch und dem Landesbetrieb Straßen.NRW Verwaltungsvereinbarungen über den Bau und die Unterhaltung der Böhlerstraße abgeschlossen wurden. Die bauliche Realisierung erfolgte federführend von Seiten der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Städte Düsseldorf und Meerbusch teilen sich die Kosten.

Ausgangssituation
Die neue Verlängerung der Böhlerstraße befindet sich in Düsseldorf-Heerdt. Vor dem Bau der Verlängerung stellte die Böhlerstraße nur die Verbindung zwischen Hansaallee und Krefelder Straße (L 392) her. Auf Düsseldorfer Stadtgebiet existierte zwischen der Krefelder Straße bis zum Verkehrsknotenpunkt Kevelaerer Straße/A 52/Neusser Straße (L 137) hingegen nur der Böhlerweg, der lediglich von Fußgängern, Radfahrern und landwirtschaftlichem Verkehr genutzt wurde.

Nun gibt es auf diesem Abschnitt anstelle des Böhlerweges die Böhlerstraße, die nordöstlich der Krefelder Straße auf die bestehende Böhlerstraße führt. Dadurch wurde ein notwendiger Lückenschluss zwischen der Krefelder Straße (L 392) und der Brüsseler Straße (B 7)/A 52 hergestellt. Mit der Verknüpfung wurde eine räumlich und zeitlich kurze Anbindung an das Fernstraßennetz sichergestellt und es entstand eine bedeutende Zubringerstraße zum überörtlichen Straßennetz. Das Projekt ist Bestandteil des Verkehrskonzeptes Heerdt.

„Das Projekt Böhlerstraße zeigt, wie gut und wichtig eine über die Stadtgrenzen hinausgehende Mobilitätsplanung ist“, betont Cornelia Zuschke, Beigeordnete der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Planung
Die Böhlerstraße wurde um rund 690 Meter verlängert. Dabei befindet sich die südwestliche Ausbaugrenze unmittelbar nördlich der Autobahnüberführung an den Verbindungsrampen zur A 52/B 7. Der Ausbau endet rund 150 Meter nordöstlich des Knotens Krefelder Straße/Böhlerstraße, wo die verlängerte Böhlerstraße an die heutige Böhlerstraße anschließt.

Zwischen den Knotenpunkten Kevelaerer Straße/Neusser Straße und Krefelder Straße wurde die Böhlerstraße mit je einem Fahrstreifen von 3,25 Meter pro Richtung ausgebaut. An den Knotenpunkten entstanden zusätzliche Fahrstreifen, um eine ausreichende Leistungsfähigkeit sicherzustellen.

Der Rad- und Fußgängerverkehr wird zwischen der Neusser Straße und der Krefelder Straße auf der Südseite der Böhlerstraße einseitig im Zweirichtungsverkehr mit einem 2 Meter breiten Radweg und einem 1,50 Meter breiten Gehweg abgewickelt. Der Radweg ist von der Fahrbahn durch einen 2,25 Meter breiten Grünstreifen abgetrennt. Die Gesamtbreite des Straßenquerschnittes einschließlich der Bankette beträgt 14,25 Meter.

Die Verlängerung der Böhlerstraße machte eine Änderung der bestehenden Knotenpunkte notwendig. Die Einbindung der Böhlerstraße in den Straßenzug Neusser Straße/Kevelaerer Straße orientiert sich am Verlauf der Neusser Straße als übergeordnete Straße. Dabei werden trotz der Nähe der neuen Einmündung alle bestehenden Richtungsbeziehungen im Knoten Kevelaerer Straße/B 7 aufrechterhalten. Es wurde lediglich eine Anpassung der Verbindungsrampe B 7 in Richtung Meerbusch erforderlich. Der Anschluss an den Bestand wurde nördlich der Bundesautobahn-Überführung hergestellt.

Der Knoten Krefelder Straße/Böhlerstraße wurde gegenüber der Bestandssituation aufgrund von Planungserfordernissen für die Erschließung des „Böhlergeländes“ in Richtung Süden verlegt. Der Querschnitt der Krefelder- und Düsseldorfer Straße blieb dabei unverändert.

Im Zuge des Ausbaues der verlängerten Böhlerstraße werden alle vorhandenen und künftig nicht mehr genutzten Verkehrsflächen zurückgebaut. Nach der Verkehrsfreigabe der neuen Verlängerung der Böhlerstraße sind die Bauarbeiten daher noch nicht komplett beendet. Auf der Düsseldorfer Straße müssen die dann erst möglichen Umbauarbeiten ausgeführt werden. In der nächsten Pflanzperiode im Herbst dieses Jahres werden noch 27 Bäume, Sträucher und Pflanzen zur Begrünung der Lärmschutzwand gepflanzt.

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