Geschafft: Stadtarchivar Michael Regenbrecht (Mitte), sein Mitarbeiter Christoph Erhardt und eine Mitarbeiterin des Technischen Zentrums für Bestandserhaltung (TZB) Brauweiler machten 1128 Akten für die Entsäuerung fertig (Foto: privat)
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Meerbusch. Schweißtreibende Arbeit im Stadtarchiv: 1128 Akten aus dem Bestand des ehemaligen Amtes Lank wurden jetzt zur so genannten Entsäuerung in 180 Kartons verpackt und verladen. Mitarbeiterinnen des Technischen Zentrums für Bestandserhaltung (TZB) im LVR-Archivberatungszentrum Brauweiler holten das Material ab. „Wir beteiligen uns damit an der Landesinitiative Substanzerhalt“, erklärt Stadtarchivar Michael Regenbrecht. „Das Projekt soll helfen, Archivmaterialien vor dem Zerfall zu retten und nachhaltig zu sichern.“

Mit Hilfe einer Chemikalie, die die im Papier enthaltene Säure neutralisiert, werden die vergilbten oder teilweise auch schon brüchigen Seiten der alten Akten stabilisiert. „Insbesondere die ab 1850 industriell hergestellten Papiere sind stark holzschliffhaltig“, so Regenbrecht. „Durch die Holzfasern und die Substanzen, die bei der Leimung der Papiere eingesetzt werden, gelangt Säure in das Papier.“ Die Säure wiederum bewirke, dass das Papier in Akten, Amtsbüchern oder auch Zeitungen relativ rasch vergilbt und seine Festigkeit verliert.

Die Arbeiten an den Akten werden drei bis vier Monate dauern. Die Entsäuerung wird im Rahmen des Projektes  vom Land NRW und vom LVR finanziell unterstützt. Das Land NRW trägt 70 Prozent der zu erwartenden Kosten.

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