Dieter Genterzewsky (Foto: privat)

Hamminkeln. Ehemaliger CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Genterzewsky im Alter von 71 Jahren verstorben

Heute Nacht (16. Mai 2018) ist der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende der CDU Hamminkeln, Dieter Genterzewsky, im Alter von 71 Jahren verstorben. Er erlag im Krankenhaus in Münster seiner schweren Erkrankung. „Die CDU Hamminkeln trauert um eine Persönlichkeit und einen engagierten Politiker, der außerordentlich viel für unsere Stadt getan hat“, sagte der CDU-Vorsitzende Norbert Neß. „Ich persönlich trauere um einen guten Freund und Ratgeber. Ruhe in Frieden, lieber Genter!“

Seit 1989 war Dieter Genterzewsky Mitglied der CDU. Viele Jahre hatte er als Schulleiter die Dingdener Kreuzschule geleitet; in diese Zeit fiel unter anderem auch die Gründung des Chores „Pro Campesinos“, den er viele Jahre leitete. 2009 bewarb er sich erstmals um ein Ratsmandat und wurde in seinem Dingdener Wahlkreis direkt gewählt. 2013 wurde er stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er als Ratsmitglied wiedergewählt und hat den Fraktionsvorsitz von Wolfgang Hüsken übernommen. Vor wenigen Wochen, zum 1. April 2018, übergab er dieses Amt an seinen Nachfolger Dr. Dieter Wigger.

„Dieter Genterzewsky hat sich über alle Maßen für unser Gemeinwesen eingesetzt“, sagte Neß: „Ihm lagen die Anliegen der Menschen stets am Herzen und er war immer bestrebt, Kompromisse zu finden, um möglichst alle bei Entscheidungen einzubeziehen und mitzunehmen. Seine Heiterkeit und seinen Humor hat er auch in schwierigen Situationen nie verloren. Als Pädagoge war er immer bestrebt, dass die Fraktion – nahezu wie eine Klassen- oder Schulgemeinschaft – zusammenhält und agiert. Viele Beschlüsse der letzten Jahre tragen seine Handschrift. In seiner Freizeit hat er Chöre als Dirigent geleitet. Diese Aufgabe hat er auch in der CDU-Fraktion bravourös gemeistert.“

Bei seinem Amtsantritt als Fraktionsvorsitzender hatte er angekündigt, die Fraktion „kameradschaftlich“ zu führen. Als ehemaliger Oberstleutnant der Reserve gebe es aber genauso klare Ansagen, „wo es langgeht, wenn es darauf ankommt“. Das galt im Rückblick vor allem bei polarisierenden Themen wie den Haushaltsbeschlüssen inklusive schmerzhafter Steuererhöhungen, um ein Haushaltsicherungskonzept abzuwenden oder bei der jüngsten Kampagne gegen die Größe des Stadtrates.

Der gebürtige Duisburger war Vorsitzender des städtischen Ausschusses für Soziales, Generationen, Bildung und Sport. „Besonders die Schulpolitik und das Schicksal seiner ehemaligen Schule lagen ihm am Herzen.“ In den vergangenen Jahren setzte er sich für die Weiterentwicklung der Hamminkelner Bildungslandschaft ein, die in die Gründung der Gesamtschule mit ihrer Dependance in Dingden mündete.

Neß erinnerte daran, dass Dieter Genterzewsky in dieser Ratsperiode aufgrund einer Erkrankung für einige Monate ausgefallen war. „Die CDU hat sich über seine Genesung sehr gefreut, und er hat seine Arbeit seinerzeit mit neuer Energie und neuem Mut wiederaufgenommen. Für Dieter Genterzewsky war die politische Arbeit immer Ehre und Amt zugleich. Er hat seine Pflichten gewissenhaft übernommen und immer das große Ganze im Blick behalten. Er war kein Interessensvertreter partiell betroffener Einzelner, sondern hat sich im besten Sinne für die ganze Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger eingesetzt.“

Neß: „Die CDU in Hamminkeln trauert gemeinsam mit seiner Ehefrau Moni und seinen Kindern und Enkeln. Ihnen gilt in dieser schweren Stunde unser Mitgefühl. Wir werden Dieter Genterzewsky nie vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

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