Die bis zu 4,20 Meter hohen und 2,50 Meter breiten Flossis werden mit Hilfe von Industriekletterern und dem Einsatz eines Spezialkrans demontiert und anschließend fachgerecht eingelagert (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)
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Düsseldorf. Am Montag, 14. Mai, wurde mit der Demontage der 23 Flossis am städtischen Gebäude Speditionstraße 15a begonnen. Die Arbeiten, die von dem Restaurierungszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf begleitet werden, sollen bis Mittwoch, 16. Mai, abgeschlossen sein. Witterungsbedingte Schäden haben den Installationen am Gebäude im Medienhafen zugesetzt. Daher müssen die Flossis aus Verkehrssicherungsgründen demontiert werden. Der Eigentümer des Nachbargebäudes wurde über die Erkenntnisse und die geplante Demontage der städtischen Flossis informiert und lässt seine fünf Flossis ebenfalls abnehmen und einlagern.

Nicht für eine dauerhafte Installation im Freien konzipiert 
Im Jahr 2016 wurde im Rahmen einer Begehung des Objektes festgestellt, dass die Flossis diverse Beschädigungen aufweisen. Daraufhin nahm das Amt für Gebäudemanagement mit Unterstützung des Restaurierungszentrums einen Flossi ab, um diesen genauer zu untersuchen. Die technologische Untersuchung sollte Aufschluss über den Aufbau der Flossis geben und über das Ausmaß der Beschädigungen. Für die Untersuchungen wurden unter anderem Röntgenaufnahmen angefertigt, die einen Einblick über Konstruktion und Statik der Figuren gewähren. Die Untersuchungen ergaben, dass durch die witterungs- und altersbedingten Beschädigungen der Außenhülle Wasser bis ins Innere eindringt, sich an den das Stahlskelett umgebenden Styroporkern anlagert und nicht abfließt. Das Eigengewicht der Figuren wird hierdurch erheblich erhöht. Außerdem ist die Wahl der angewendeten Materialien nicht für eine dauerhafte Installation im Außenbereich ausgelegt, so dass die Stabilität der Installation nicht mehr gewährleistet werden kann. Aus Verkehrssicherungsgründen müssen die Flossis daher demontiert und eingelagert werden.

Das Julo-Levin-Ufer/Speditionstraße wird für die Arbeiten aus Sicherheitsgründen teilweise gesperrt. Die bis zu 4,20 Meter hohen und 2,50 Meter breiten Flossis werden mit Hilfe von Industriekletterern und dem Einsatz eines Spezialkrans demontiert und anschließend fachgerecht eingelagert. Die Kosten für Demontage und Transport zur Einlagerung betragen für die Stadt rund 17.500 Euro. Der weitere Umgang mit den Figuren kann erst auf Grundlage der Zustandserfassung aller Flossis nach ihrer Abnahme geklärt werden.

Hintergrund Flossis
Die Flossis wurden von der Künstlerin „rosalie“ 1998 zur Eröffnung des Deutschen Kunststoff Museums im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, heute NRW Forum, entworfen und als temporär geplante Skulptureninstallation am NRW Forum im Ehrenhof installiert. Das Düsseldorfer Dienstleistungsunternehmen Klüh erwarb 23 Flossis und übergab diese als Schenkung an die Landeshauptstadt Düsseldorf, einen weiteren Flossi spendete „rosalie“ der Stadt. Im Jahr 2001 wurden an fünf Figuren erste Überarbeitungen durchgeführt. 2002 erfolgte die Installation von 24 Flossis an der Fassade des Roggendorf-Speichers, Speditionstraße 15a, fünf weitere Flossis wurden am Nachbargebäude angebracht. Die Maßnahme wurde von der Künstlerin „rosalie“ begleitet.

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