(Foto: privat)

Moers. „Was für ein Ergebnis“, so Pressesprecherin Regina Ozwirk vom St. Josef Krankenhaus über den Lauf gegen den Schlaganfall, der auf dem Sportplatz Barbarastraße in Moers-Meerbeck stattfand, „es kamen fast 650 Läuferinnen und Läufer, um ihren Beitrag für den guten Zweck zu leisten. Es sind 5.509 Kilometer zusammengekommen, das freut uns sehr!“

Bereits am Mittag herrschte auf dem Sportplatz geschäftiges Treiben. Auf die Unterstützung der Laufgruppe die Stolperer konnten die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder bauen und auch einige Mitarbeiter des Krankenhauses halfen tatkräftig mit. Tische und Bänke wurden aufgestellt, die 1-km-Laufstrecke abgesteckt, der Grill aufgestellt, die Laufkarten vorbereitet, Bananen und Wasser für die Läufer bereitgestellt: es gab viel zu tun. Viele fleißige Hände halfen mit und pünktlich zum Ansturm der Sportler war alles fertig: Start und Ziel aufgestellt, die Musikanlage lief und der Grill war angeheizt.

Nachdem Bürgermeister Christoph Fleischhauer Grußworte der Stadt Moers gesprochen hatte, gab Prof. Dr. Busch, Chefarzt der neurologischen Klinik, den Startschuss. Hunderte Läufer begaben sich auf den 1-km-Rundkurs, darunter mehr als 100 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Adolfinum, Sportler des TV Asberg, zahlreiche Läufer des AS Neukirchen-Vluyn und anderer Laufsportgemeinschaften, aber auch viele, viele Einzelläufer; nicht zu vergessen Kurt Best, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Neukirchen-Vluyn. Zahlreiche Zuschauer, unter ihnen auch die Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski, feuerten die Läufer begeistert an.

Neben Bier- und Würstchenstand gab es für Sportler und Zuschauer aber noch mehr: Das Gesundheitszentrum Niederrhein am St. Josef Krankenhaus lud die Läuferinnen und Läufer zu einer kostenlosen Massage ein. Geschundene Waden wurden kräftig massiert. Und Joes Verweyen, Betriebsleiter des GZN, drehte natürlich auch seine Runden auf dem Sportplatz. Mit dabei in diesem Jahr auch der Leo-Club, die Youngster des Lions Clubs. Sie verkauften Popcorn für den guten Zweck und boten Kinderschminken an. „Wir hätten noch mehr Mais gebraucht“, so die jungen Damen des Clubs, „der Run auf das Popcorn riss nicht ab.“

Natürlich ließ es sich Geschäftsführer Ralf H. Nennhaus nicht nehmen, auch die Sportschuhe anzuziehen und einige Runden zu laufen.

Das Wetter war hervorragend und wegen der hohen Temperaturen wurden die Sportler während des Laufs mit Wasser und Bananen versorgt. Nach 2 Stunden läutete Prof. Busch die letzte Runde ein. Jeder lief so viel und so lange er konnte; so gab es Sportler, die 25 km und mehr schafften, andere gaben ihre Laufkarte nach 3 oder 4 Kilometern zurück. Alles in allem: 5.509 Kilometer. Ganz besondere Freude über dieses hervorragende Ergebnis gab es natürlich bei Chefarzt Dr. Elmar W. Busch, den Initiator der Stiftung Neurooffensive. „Ziel der Stiftung ist die Verbesserung der Teilhabe neurologischer Patienten in Moers, im Kreis Wesel und Umgebung durch Unterstützunng neurologischer Selbsthilfegruppen,“ so Dr. Busch, „ein besonderer Schwerpunkt ist die Schlaganfallversorgung. Die Gelder aus dem Lauf kommen den neurologischen Selbsthilfegruppen vor Ort zugute.“

Einen Termin für den Jubiläumslauf in 2019 können die Organisatoren noch nicht nennen, doch einige sind sich alle: der Lauf gegen den Schlaganfall wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.

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