Der erste bauliche Zwischenschritt der Sanierungsarbeiten am Schauspielhaus ist erreicht: Die Fassade des Gebäudes ist demoniert (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young)

Düsseldorf. Wer in diesen Tagen am Gustaf-Gründgens-Platz vorbeigeht, kann das Düsseldorfer Schauspielhaus in einem ungewohnten Erscheinungsbild erleben: Denn das Haus ist sozusagen „unbekleidet“. Die Fassade an der West-, Nord-, Ost- und Südseite des Schauspielhauses wurde entfernt. Nur noch der Bühnenturm ist von den gewohnten Blechen umhüllt, dort findet die Demontage zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Die Dach- und Fassadensanierung startete Anfang Dezember 2017 mit der Demontage der Blechfassade. Circa 5.700 Quadratmeter Bleche einschließlich Unterkonstruktion sowie der dahinter liegenden Putz- und Dämmschicht wurden, hauptsächlich in Handarbeit, demontiert und entsorgt. Dafür wurden etwa 7.000 Quadratmeter Gerüste aufgestellt.

Bei der Metallfassade handelte es sich um eine Aneinanderreihung von insgesamt rund 2.000 jeweils circa 30 Zentimeter breiten und bis zu 16 Meter langen, gewellten, verzinkten und weiß beschichteten Stahlelementen. Diese waren mit Klammern an einer Stahlunterkonstruktion befestigt und mussten deswegen sukzessive in einer vorgegebenen Richtung demontiert werden.

Folie schützt Fassade vor Witterung
Im Anschluss an die Demontage der Fassade wird noch bis zum Ende dieser Woche eine Folie aufgebracht. Diese dient bis zur Montage der neuen Fassade dem Witterungsschutz des Baukörpers.

Nächster Schritt: Einbau der Lochfenster
Aktuell werden die Ausschreibung für die Fassaden- und die Dachabdichtungsarbeiten vorbereitet. Grundlage für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse waren die Erkenntnisse zum Baukörper nach Abschluss der Abbrucharbeiten. Erkennbare Arbeiten am Schauspielhaus starten somit wieder ab August/September. Neben dem Austausch der Lochfenster beginnt zu diesem Zeitpunkt die Dachsanierung.

Insgesamt werden 258 einflügelige Lochfenster erneuert. Dabei werden die derzeitigen Fenster durch Fenster, die dem historischen Original im Aussehen möglichst nahe kommen, ersetzt. Alle Fenster haben das gleiche Format (Breite: 1,0 Meter, Höhe: 1,25 Meter) und werden bündig mit der Oberfläche der Metallfassade eingebaut. Die Erneuerung der Fenster umfasst auch die Anbringung eines innenliegenden Sonnenschutzes.

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