Der Siegerentwurf, der mit der besten Idee für einen Bahnhof der Zukunft überzeugte, ist der von PLANORAMA Landschaftsarchitektur mit HOFFMANN - LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (alle Berlin) ( © PLANORAMA Landschaftsarchitektur (Berlin) mit HOFFMANN - LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH (Berlin) und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (Berlin))

Düsseldorf. Die Preisträger stehen fest: Eine hochkarätige Jury aus Freiraum-, Verkehrs-, Stadtplanern und Architekten sowie Vertretern der Kommunalpolitik, der beiden Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und DB Station&Service AG sowie aus Bürgervertretern hat am Freitag, 20. April, die besten Entwürfe für den Konrad-Adenauer-Platz und das Bahnhofsumfeld gekürt.

Zwei Arbeiten überzeugten mit unterschiedlichen Qualitäten im Realisierungs- beziehungsweise in den Ideenteilen und lagen in der Gesamtbewertung so eng beieinander, dass die Jury zwei 1. Preise vergab. Die Planung der Arbeitsgemeinschaften GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel), mit Vössing Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und RKW Architektur + (Düsseldorf) punkteten vor allem durch die Platzgestaltung. Der Entwurf besticht durch die hohe Realisierungsfähigkeit und dadurch, dass nahezu alle Ideen der Bürgerbeteiligung darin Eingang fanden. Dahingegen zeigte das Team PLANORAMA Landschaftsarchitektur (Berlin), mit HOFFMANN – LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH (Berlin) und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (Berlin) die beste Idee für einen Bahnhof der Zukunft in Düsseldorf. Dieser Entwurf nimmt sich eher zurück, würdigt das historische Bauwerk und stellt so Einvernehmen mit dem Denkmalschutz her.

Aber auch die Arbeit des Trägers des 2. Preises foundation 5+ landschaftsarchitekten und planer bdla Achterberg Herz Rohler GbR (Kassel) mit Ingenieurbüro Kühnert, Inh. Christian Duksa (Bergkamen) sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH (Haan) und Netzwerkarchitekten GmbH (Darmstadt) – zeigt ein zukunftsfähiges Konzept für den Bahnhofsvorplatz und sein Umfeld.

Außerdem wurden die Entwürfe der Arbeitsgemeinschaften Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH  (Berlin) mit Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH (Köln) und LATZ+PARTNER Landschaftsarchitektur Stadtplanung Architektur Partnerschaft mbB (Kranzberg) mit S · A · K  Ingenieurgesellschaft mbH (Traunstein) und Auer Weber Assoziierte GmbH (München) und FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH (Düsseldorf) mit Lindschulte + Kloppe Ingenieurgesellschaft GmbH (Düsseldorf) und Molestina Architekten GmbH (Köln) mit würdigenden Anerkennungen bedacht, um längerfristige Lösungen – wie oben beschrieben – ermöglichen zu können.

Zwei Tage diskutierte die Jury über die 24 Arbeiten im Wettbewerb. Nach einer Vorauswahl am ersten Tag blieb die Entscheidung über die zu prämierenden Entwürfe am zweiten Tag lange offen. Das Ergebnis überzeugt nun beide Projektpartner.

„Was lange währt wird endlich gut! Seit Jahren warten die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer darauf, dass das Bahnhofsumfeld und insbesondere der Konrad-Adenauer-Platz in einer Weise neu gestaltet wird, die nicht nur städtebaulich attraktiv ist, sondern durch kürzere Umsteigewege auch kundenfreundlicher wird. Diesem Ziel sind wir heute einen großen Schritt näher gekommen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Das Ergebnis des Wettbewerbes ist herausragend. Ich danke allen Arbeitsgemeinschaften, die ihre Vorschläge eingereicht haben, der Jury und natürlich unserem Projektpartner DB Station&Service AG.“

„Die prämierten Arbeiten geben mit ihren Entwurfsideen den Anstoß für eine gesamthafte, nachhaltige Entwicklung des Bahnhofs und dieses zentralen Quartiers als Ganzes“, freut sich Oliver Hasenkamp, Leiter Objektentwicklung und Planung DB Station&Service AG, über die Qualitäten für den geplanten Hochbau auf der Fläche des ehemaligen Rheingold-Saals.

„Dem Konrad-Adenauer-Platz wird nun endlich die Möglichkeit gegeben, das schon lange gewünschte repräsentative Entrée in die Stadt zu werden. Die Entwürfe zeigen deutlich, dass Plätze mit wenigen gestalterischen Elementen ebenso viel Aufenthaltsqualität haben können wie solche, die durch die Anordnung, etwa von Bänken, Baumgruppen und weiteren Gestaltungselementen, den Bahnhofsvorplatz nicht nur zu einem Ort des Ankommens, sondern auch des Verweilens werden lassen. Der Bahnhof und sein Umfeld brauchen Qualität, Orientierung und Sicherheit und das ist uns ein Anliegen“, ergänzt Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Mit den drei Preisträger-Teams wird die Landeshauptstadt Düsseldorf im nächsten Schritt des Realisierungswettbewerbs für den Konrad-Adenauer-Platz ein Verhandlungsverfahren führen. Die DB Station&Service AG wird die prämierten Beiträge des Ideenteils für das Hochhaus und das Empfangsgebäude intern prüfen und bewerten. Gemeinsam und partnerschaftlich betreiben die Stadt Düsseldorf und die DB Station&Service AG die Entwicklung des Areals rund um den Konrad-Adenauer-Platz voran.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte im vergangenen Jahr in enger Kooperation mit der DB Station&Service AG  den Wettbewerb zur „Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes und Revitalisierung des Bahnhofsumfeldes“ ausgelobt. Zunächst hatte eine frühzeitige, umfangreiche Bürgerbeteiligung stattgefunden. Im Anschluss wurden 30 Teams ins Rennen geschickt, die Beiträge aus der Öffentlichkeit sowie weitere Rahmenbedingungen in einem zukunftsfähigen Entwurf für den Bahnhofsvorplatz und sein Umfeld zu vereinen. Keine einfache Aufgabe, denn die Ideen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung waren ebenso zahlreich wie kontrovers. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind ab Dienstag, 24. April, 15 Uhr, bis einschließlich Freitag, 4. Mai, 12 Uhr, im Rathaus-Foyer, Marktplatz 2, 40200 Düsseldorf, ausgestellt. An den übrigen Tagen ist die Ausstellung zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis freitags, 7 bis 19 Uhr geöffnet.

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