1. Spatenstich zum Neubau der Waldschule mit: OB Thomas Geisel (Mitte), Gründezernentin Helga Stulgies (l.), Kämmerin Dorothée Schneider (2.v.r), Constanze Mucha vom Freundeskreis und Unterstützer Dr. Thomas Nießen von Linklaters LLP (Foto: © Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin)

Düsseldorf. Das Amt für Gebäudemanagement errichtet im Wildpark an zentraler Stelle einen Neubau für die Waldschule. Neben ausreichend großen und modern ausgestatteten Schulungsräumen einschließlich der erforderlichen Funktionsräume wird in dem aus zwei Baukörpern mit gemeinsamem Dach bestehenden Neubau auch ein öffentlich zugänglicher Bereich mit einer Toilettenanlage untergebracht. Für die Umsetzung der Baumaßnahme werden rund 1.430.000 Euro investiert, von denen anteilig 300.000 Euro durch Mittel der Stiftung van Meeteren und ein Sponsoring der Firma Linklaters LLP über den Freundeskreis Wildpark Düsseldorf e. V. finanziert werden. Die Bauphase wird vom Amt für Gebäudemanagement mit 13 Monaten veranschlagt. Oberbürgermeister Thomas Geisel, Stadtkämmerin Dorothée Schneider und Gründezernentin Helga Stulgies nahmen am Mittwoch, 18. April, den 1. Spatenstich zu dem Projekt an der Rennbahnstraße 60 vor.

Oberbürgermeister Thomas Geisel merkt in seiner Begrüßungsansprache an: „Hier entsteht in den nächsten Monaten ein moderner Neubau, der alle Voraussetzungen bietet, den Düsseldorfer Kindern umfassendes Wissen über die Bedeutung des Waldes direkt vor Ort anschaulich zu vermitteln.“

Kämmerin Dorothée Schneider ergänzt: „Ziel des ausgewählten Entwurfs ist die Schaffung eines in die Umgebung eingepassten, ökonomischen und umweltbewussten Neubaus. Durch die gewählte Bauweise und Formensprache wird der thematische Bezug zum Wildpark betont und eine optimale Einbindung in die landschaftliche Umgebung erreicht.“

Dezernentin Helga Stulgies betont die positiven Effekte der neuen Lernumgebung: „Der pädagogische Anspruch der Waldschule im Wildpark ist es, insbesondere Kindern im städtischen Umfeld die Bedeutung des Waldes in einem außerschulischen Lernort nahezubringen. Die neue Waldschule wird neue Formen der Naturerfahrungen und des ökologischen Bewusstseins möglich und direkt erlebbar machen.“

Ausgangssituation im Wildpark
Das etwa 135 Quadratmeter große Gebäude der heutigen Waldschule verfügt über einen Raum und liegt zentral im Wildpark. Es wurde 1986 in Holzbauweise errichtet. Das Gartenamt der Landeshauptstadt Düsseldorf betreibt seit vielen Jahren eine erfolgreiche waldpädagogische Arbeit im beliebten Wildpark. Aus der gestiegenen Nachfrage von Schulen und Kindergärten nach entsprechenden Angeboten und ihrer Durchführung in ausreichend großen, modernen und funktionalen Räumen ergibt sich der Bedarf zur Errichtung eines neuen Gebäudes.

Die neue Waldschule mit neuen öffentlichen Toiletten soll an zentraler Stelle im Wildpark, in räumlicher Nähe zur vorhandenen Waldschule, zum Spielplatz und zu den beiden Eingängen an der Rennbahnstraße errichtet werden. Wegen seiner Lage und Zweckbestimmung soll das neue Gebäude als innovativer Holzbau konzipiert werden.

Das Bauprojekt
Der Entwurf für die beschriebene Bauaufgabe ist im Rahmen eines Gutachterverfahrens erarbeitet worden. Das Raumprogramm umfasst zwei Schulungsräume mit integriertem Werkbereich, einen multifunktional nutzbarer Raum (Büro, Lehrmittel, Vorbereitung etc.), Damen-, Herren- und Behindertentoiletten, einen Wickelraum und die erforderlichen Verkehrs- und Technikflächen. Der Neubau besteht aus zwei separaten Baukörpern – dem öffentlich zugänglichen Teil und dem Bereich für Schulungszwecke – die über einen gemeinsamen Eingangshof miteinander verbunden sind.

Die Schulungsräume sind durch eine mobile Elementwand getrennt und können je nach Bedarf zu einem großen Raum zusammengeschaltet werden. Das Gebäude ist barrierefrei geplant. Der Zugang vom Wegenetz des Parks zum Gebäude erfolgt über eine kombinierte Treppen-/Rampenanlage mit Leitsystem. Es wird ein barrierefreies WC errichtet. In den Schulungsräumen wird eine induktive Höranlage eingebaut.

Als Konstruktion wird eine flexible und energetisch günstige Holzrahmenbauweise gewählt. Die einzelnen Bestandteile der Holzrahmenkonstruktion werden größtenteils im Werk vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Die Außenfassade wird mit vertikalen Robinienholzpaneelen verkleidet. Anfallendes Regenwasser wird von dem extensiv begrünten Dach über die tiefsten Punkte geleitet, aufgefangen und teilweise für die Bewässerung der Grünanlagen genutzt.

Die Waldschule wird nach der neuesten Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 hergestellt. Herzstück der Wärmeversorgung ist ein Pelletofen in Verbindung mit einem Heizungs-Pufferspeicher. Die Schulungsräume erhalten dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, die raumluftqualitätsabhängig gesteuert werden können und aufgrund der Süd-Ost-Ausrichtung Fenster mit Sonnenschutzelementen.

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