Das Fahrrad weist den Weg: Desirée Kaiser und Marcel Bauer laden Jugendliche ins Café Freiraum beziehungsweise in das Café Hashtag ein (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
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Moers. Gemütlich ist es im Keller des Gerhard-Tersteegen-Hauses in der Moerser Haagstraße. Bistrotische, Couch, Holztheke – mit dem Jugendcafé „Freiraum“ der evangelischen Kirche haben sich die Jugendlichen um Jugendleiter Marcel Bauer vor wenigen Monaten einen Ort geschaffen, an dem sie sich treffen können. „Die Jugendlichen wollen sich engagieren, aber auch Spaß haben und Gemeinschaft erleben. Dieser Raum trifft ihren Zeitgeist“, ist sich Bauer sicher.

Über den „Freiraum“ kam er auch mit Desirée Kaiser ins Gespräch, die seit rund eineinhalb Jahren als Pastoralassistentin in der katholischen Pfarrei St. Josef tätig ist. „Wir beginnen gerade, neue Wege für die Jugendarbeit zu suchen und überlegen, wie wir sie wieder ansprechen können“, erklärt sie. Auch auf katholischer Seite habe man Schülerinnen und Schülern einen Raum bieten wollen, „da habe ich von den Planungen im Tersteegen-Haus gehört“, sagt Kaiser. Im Gespräch mit Bauer entstand schließlich die Idee, im Jugendcafé „Freiraum“ auch einen Abend für die Jugend der katholischen Pfarrei anzubieten. Resultat ist das Café „#Hashtag“, das am Freitag, 20. April, von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr zum zweiten Mal seine Türen öffnet.

Getränke und Snacks zu günstigen Preisen, ein Kicker, Gesellschafts- und Kartenspiele, aktuelle Musik und einfach nur Raum für Gespräche – Kaiser hofft, dass dieses Angebot für Jugendliche attraktiv ist. „Wir möchten auf das hören, was die Jugendlichen uns zu sagen haben, daher dürfen sie auch gerne eigene Wünsche äußern“, betont die Pastoralassistentin. Zunächst wird es das Angebot noch an drei Freitagen bis zu den Sommerferien geben, und zwar neben dem 20. April noch am 1. Juni und am 6. Juli. „Wir schauen, wie sich das Angebot bis dahin entwickelt“, sagt Kaiser.

Dass irgendwann die Jugendlichen des protestantischen „Freiraum“ und des katholischen „Hashtag“ gemeinsam etwas unternehmen ist keinesfalls ausgeschlossen, betonen Bauer und Kaiser einmütig. Überhaupt: „Die Türen stehen für alle Jugendlichen offen, gleich welcher Religion oder Konfession sie angehören oder wenn sie gar nicht an Gott glauben“, sagt Kaiser. Bauer ergänzt: „Die Erfahrung zeigt, dass die Gespräche dennoch immer mal wieder zum Thema Glaube führen.“ Dass die beiden großen christlichen Konfessionen in Moers nun auch in der Jugendarbeit kooperieren, freut sowohl Kaiser als auch Bauer. „Beide Konfessionen sind in Bewegung, daher stellen wir uns immer wieder neu auf. In der derzeitigen Situation sind solche Kooperationen sinnvoll.“

Das „Café #Hashtag“ öffnet seine Türen am Freitag, 20. April, von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr, das Mindestalter für einen Besuch ist 14 Jahre. Die Räume des Jugendcafés „Freiraum“ sind im Moerser Gerhard-Tersteegen-Haus, Haagstraße 11.

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