Dozentin Ursula Kerkmann (Foto: privat)

Essen. Die besondere Situation von Flüchtlingskindern im Grundschulalter stellt pädagogisch und ehrenamtlich im Bereich der Sprachförderung Tätige vor zusätzliche Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Hierbei kann es helfen, mit Musik zu arbeiten, denn singend lernt sich vieles leichter.

Ein Workshop, den die Landesmusikakademie NRW am Samstag, 28. April 2018 im Übehaus Kray veranstaltet, vermittelt praxisnah und leicht zugänglich Methoden des musikalischen Sprachlernens. Dabei geht es mit der Dozentin Ursula Kerkmann, Lehrkraft für musikalische Sprachförderung in Köln, direkt in die Praxis. Alle Teilnehmenden übernehmen die Rolle der Flüchtlingskinder, um aktiv erleben zu können, wie der Wortschatz spielerisch erweitert wird, sich bei Kindern ein schnelles Erfolgsgefühl einstellt oder durch Bewegungslieder eine fröhliche Lernatmosphäre entsteht. Der Workshop richtet sich an alle Pädagoginnen und Pädagogen, die Flüchtlingskinder unterrichten oder beim Spracherwerb unterstützen. Einzige Voraussetzung: Die Lehrkraft sollte gerne singen.

Die Methode eignet sich zum Einsatz im Grundschulalltag von Vorbereitungsklassen ebenso wie in Sprach-kursen in Flüchtlingsunterkünften oder städtischen Einrichtungen. Auch Integrationsklassen mit hohem Migrationsanteil profitieren von dieser durch Singen unterstützten Sprachvermittlung.

Der Kurs am Samstag, 28. April im Übehaus Kray (Kamblickweg 27, 45307 Essen) dauert von 10 bis 14 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos aufgrund der Förderung durch das Ministerium für Kultur- und Wissenschaft NRW, eine Anmeldung ist erforderlich.

InfoKlick: www.landesmusikakademie-nrw.de

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