Tulpen, Bellis und Hornveilchen schmücken unter anderem die Beete im frisch bepflanzten Kö-Gärtchen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf, Melanie Zanin)

Düsseldorf. Aus Anlass des 90-jährigen Bestehens ist das Kö-Gärtchen am Graf-Adolf-Platz durch Mitarbeiter des Gartenamtes jetzt aufwändig überarbeitet worden. Inzwischen erstrahlt die Anlage wieder in neuem Glanz. Dank einer Spende der Interessengemeinschaft Königsallee e. V. konnten zusätzlich neue Holzsitzauflagen beschafft werden. Ferner wurden Schäden in der Dauerbepflanzung, die durch Orkan Ela verursacht worden sind, beseitigt und Mauerabdeckplatten erneuert.

„Das frisch sanierte Kö-Gärtchen kann sich sehen lassen. Die Frühjahrsbepflanzung rund um die Skulptur der ‚Kugelspielerin‘ wurde in diesem Zuge farblich auf die Rahmenbepflanzung abgestimmt und rundet das positive Gesamtbild der Anlage ab“, erklärte Gründezernentin Helga Stulgies bei der offiziellen Vorstellung des frisch sanierten und frühlingshaft bepflanzten Gärtchens am Dienstag, 11. April.

Die Interessengemeinschaft Königsallee e. V. hatte für die Erneuerung der Anlage eine Spende in Höhe von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt. Davon installierten die Mitarbeiter des Gartenamtes neue Holzsitzauflagen auf den Mauern, die die abgesenkte Rasenfläche einrahmen. Auch die Unterkonstruktion wurde erneuert. Außerdem versahen die Mitarbeiter von dem Spendengeld die acht Bänke mit neuen Holzlatten.

Ausfälle in der Bepflanzung, die durch den Orkan Ela verursacht worden sind, wurden von den Stadtgärtnern nach gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten mit neuen Gehölzen und Stauden ausgeglichen. Gepflanzt wurden gelbblühende Chinesische Zaubernuss (Hamamelis mollis), immergrüne Rhododendren mit weißen Blüten und ergänzend zum bisherigen Bestand violett blühende Rhododendren. Hinzu kamen Samthortensien (Hydrangea sargentiana), weißblühende Strauchhortensien (Hydrangea a. ‚Annabell‘) und weißblühende Rispenhortensien (Hydrangea paniculata ‚Limelight‘). Der Gehölzbestand wurde mit verschiedenen Stauden unterpflanzt.

Ferner wurden 20 fehlende oder stark beschädigte Mauerabdeckungen hergestellt und durch die Auszubildenden für Garten- und Landschaftsbau des Gartenamts eingebaut. Die Frühjahrsbepflanzung auf dem Wechselflorbeet rund um die Skulptur der „Kugelspielerin“ wurde farblich auf die Rahmenbepflanzung der Gartenanlage abgestimmt.

Hintergrund: Kö-Gärtchen

Die kleine und beliebte Gartenanlage „Kö-Gärtchen“ ist seit 1994 denkmalgeschützt. Sie befindet sich zwischen der Carl-Theodor- und der Graf-Adolf-Straße in südlicher Verlängerung zum Graben auf der Königsallee.

Im April 1928 – und damit vor genau 90 Jahren – wurde das Kö-Gärtchen fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben. Der Entwurf für den Garten stammt vom damaligen Gartendirektor Walter von Engelhardt (1864-1940) und dem Stadtgartenarchitekten Johann Heinrich Küchler (1888-1984). Erste Planungen von Engelhardts stammen aus dem Jahr 1926. Ziel war es, die östliche Teilfläche des Graf-Adolf-Platzes als kleine Parkanlage auszugestalten und auf das Achsensystem der Königsallee zu beziehen.

Gegen den Straßenraum wird die kleine Anlage mit einer Mauer und einem Metallgitterzaun abgeschlossen. Außerdem schirmt eine Pflanzung den Garten zum umgebenden Straßenraum ab. Nach Norden, flankiert durch ein Paar Rosskastanien, öffnet sich der Blick über den Wassergraben bis zum Corneliusplatz.

Zentrales Gestaltungselement ist eine etwa um 50 Zentimeter abgesenkte Rasenfläche mit umlaufenden Stütz- und Sitzmäuerchen. Die Besucher können den Garten über zwei seitliche Eingänge am Südende betreten. Dort befindet sich auch ein Sitzplatz, der einen freien Blick in die Hauptachse der Königsallee gewährt. Dem Sitzplatz vorgelagert liegt ein Wechselflorbeet, das die Rasenfläche nach Süden begrenzt. Einen besonderen Blickfang stellt hier die Bronzeskulptur „Kugelspielerin“ von Walter Schott dar.

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