Ihre Pokale und Urkunden erhielten die bei der Schinkenprüfung der Fleischer-Innung Niederrhein erfolgreichen Fleischermeister vom Ehrenpräsidenten des Deutschen Fleischerhandwerks, Manfred Rycken (links). Kreishandwerksmeister Rolf Meurer (2.v.r.) und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, Klaus Koralewski (r.), gratulierten (Foto: Kreishandwerkerschaft)

Rhein-Kreis Neuss. Pünktlich zum Start der Spargelzeit kürte die Fleischer-Innung Niederrhein die besten Schinken der Region. Dabei schnitten Fleischermeister aus dem Rhein-Kreis Neuss hervorragend ab.

Gleich 17 Goldmedaillen errangen die Fleischereien Willi Schillings, Frank Groten (beide Grevenbroich), Tockloth GmbH (Neuss) und Lutz Oleszynski (Meerbusch) bei der kürzlich in Tönisvorst (Kreis Viersen) durchgeführten öffentlichen Schinkenprüfung. Jetzt nahmen die Handwerker ebenfalls in Tönisvorst ihre Pokale und Urkunden entgegen.

Besonders freuen konnten sich Willi Schillings und seine Frau Gerti: Mit ihrem geräucherten Nussschinken gewannen sie den „Publikumsoscar“. Die Besucher der Schinkenprüfung hatten den Rohschinken zu ihrem Favoriten gekürt. Die anderen Bewertungen nahm eine zwölfköpfige Jury aus Fachleuten und Verbrauchern vor, die alle 44 eingereichten Produkte der Fachbetriebe nach einem festen Kriterienkatalog prüfte. Insgesamt 36 Mal vergab sie die Höchstpunktzahl und damit eine Goldurkunde. Alle Produkte waren für die Tester anonym und somit den Betrieben nicht zuzuordnen.

Unter den mit Gold ausgezeichneten Schinken der Fleischereien aus dem Rhein-Kreis waren so verlockend klingende Kreationen wie der „Neusser Krautschinken“ mit Sauerkraut und Rübenkraut, Rosmarin-Rinderschinken, Wildschweinschinken, Erftschinken oder auch ein leicht angeräucherter Kochschinken in der Karbonadeform. Der Ehrenpräsident des Deutschen Fleischerhandwerks, Manfred Rycken, übergab die Preise. „Ich bin begeistert von dem hier gezeigten Qualitätsniveau der handwerklichen Fleischereien“, betonte Rycken, der in diesem Jahr erstmal der Jury angehörte.

Für Fleischermeister sei die Teilnahme an solchen Qualitätsprüfungen wichtig, erläuterte Willi Schillings, Obermeister der Fleischer-Innung: „Man erhält eine fachmännische Beurteilung der eigenen Produkte – und ein erfolgreiches Abschneiden ist ja auch ein Aushängeschild für den Betrieb.“ Die Kompetenz der handwerklichen Fachbetriebe hob Kreishandwerksmeister Rolf Meurer hervor. „Es ist großartig, was Sie herstellen, und es gibt einen Unterschied zwischen der Wurst aus dem Supermarkt und Ihren Produkten“,  sagte er den Fleischermeistern.

Den Wettbewerb um den besten Kochschinken entschied die Fleischerei Schönnenbeck aus Duisburg für sich. Das Ehepaar Michael und Sandra Schönnenbeck, beide Fleischermeister, nahm die Auszeichnung gemeinsam entgegen. Den besten Rohschinken hatte „Werner’s Metzgerei“ aus Bad Honnef produziert.

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