Zufahrt zur Deponie (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)

Moers/Duisburg. Die CDU-Fraktion Moers nutzte ihre Frühjahrsklausur im März auch, um ihrem Referenten aus der CDU-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR) ihre Argumente gegen die Neueinrichtung einer Deponie auf der Halde Lohmannsheide deutlich zu machen und mit auf den Weg zu geben.

CDU-Fraktionsvorsitzender Ingo Brohl fasst diese Argumente zusammen: „Die Halde Lohmannsheide war eine Bergehalde, die wir zu der Zeit, als Moers bis zu fünf eigene Zechen hatte, als logische Konsequenz des Wirtschaftszweigs Bergbau akzeptiert haben. Moers hat in der Vergangenheit beim Strukturwandel durch die Schließung von fünf Zechen keine Unterstützung zum Beispiel in Form einer Hochschule oder einer anderen Landes- und Bundeseinrichtung oder durch Leuchtturmprojekte, erhalten.

Jetzt sollen wir aber wieder durch die Umwidmung einer Halde hin zu einer Deponie benachteiligt werden und an Qualität verlieren, mit unseren Straßen herhalten, Umwelt-, Lärm- und Feinstaubbelastung akzeptieren? Niemals!

Zudem gibt es für Moerser Pendler und Unternehmen durch die Brückensituation schon jetzt ein massives Stauproblem. Daher ist es vollkommen unlogisch, massiv Bauschutt aus dem Ruhrgebiet über Brücken an den Niederrhein anliefern zu lassen. Das Ruhrgebiet hat eigene Brachflächen, die herhalten können.

Das finale Argument ist aber, dass die Halde auf chemischen, ungesicherten Verklappungen aus dem 2. Weltkrieg steht. Wenn durch eine Deponie neuer Druck auf diese Altlasten kommt, kann kein Mensch sicher sagen, dass dann nicht unser Grundwasser, der Waldsee und auch Trinkwasser belastet werden. Als CDU werden wir es nicht zulassen, dass man mit unserer Gesundheit und Umwelt sowie der Lebensqualität in Moers durch eine solche Deponie experimentieren darf.

Da die Halde auf Duisburger Gebiet steht, hat die Stadt Moers nur wenige direkte Beteiligungsrechte, aber zur Not müssen wir eben als Stadt massiv in den Rechtsweg und die Gerichtsbarkeit einsteigen. Außerdem bleibt uns als Stadtgesellschaft auch die Möglichkeit, Widerstand zu leisten. Froh sind wir, dass unsere CDU in Duisburg, besonders die Freunde in Homberg und Baerl, an dieser Stelle ebenso klar gegen die Deponie positioniert ist. Bleibt zu hoffen, dass sich auch das Bündnis für Moers an dieser Stelle klar und geschlossen für Moerser Interessen aufstellt.“

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