Vor jedem Stolperstein wurde eine weiße Rose abgelegt (Foto: Susanne Lorsbach)
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Mülheim. Im Rahmen des Orientierungskurses – zweiter Kursteil eines Integrationskurses, dessen Themenbereiche Politik, Mensch und Gesellschaft sowie Geschichte und Verantwortung sind und der auf den Test „Leben in Deutschland“ vorbereitet – haben die Teilnehmenden erstmalig an der Heinrich-Thöne-Volkshochschule einen Stolpersteine-Rundgang durch die Mülheimer Innenstadt und deren Randbezirke gemacht. Startpunkt war der Synagogenplatz. Dort, sowie vor jedem Stolperstein, haben sie weiße Rosen zum Gedenken der Opfer des Dritten Reiches niedergelegt.

Den Rundgang hat Dozentin Susanne Lorsbach nach den Biographien möglichst verschiedener Opfergruppen zusammengestellt. Darunter waren hauptsächlich jüdische Opfer, aber auch KPD-Anhänger, ein nicht parteitreuer leitender Beamter, ein antifaschistischer Buchhändler und ein Euthanasieopfer.

Weitere Themen waren das Arbeitserziehungslager am Flughafen Essen/Mülheim und die Rolle der Bekennenden Kirche in Styrum, die einigen Opfern zur Flucht verholfen hat.

Die Teilnehmenden des Kurses waren sehr interessiert und betroffen ob der Gräueltaten, die hier vor Jahrzehnten stattgefunden haben. Viele unter ihnen haben selbst Leid in ihren Herkunftsländern erfahren müssen.

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