Alexandra Schwedtmann (Foto: privat)

Dinslaken/Duisburg/Voerde/Hünxe/Schermbeck. Alexandra Schwedtmann kennt die Einrichtung, für die sie nun als Geschäftsführerin tätig ist, gut. Seit 10 Jahren ist sie bei der Diakonie als Sozialarbeiterin in verschiedenen Arbeitsbereichen beschäftigt. Ab Januar 2007 hat sie sich im Projekt „Sprungbrett“ für langzeitarbeitslose Jugendliche engagiert. 2009 wechselte sie zur Sozialen Beratung. Ein Arbeitsbereich, in dem es zunächst einmal darum geht zuzuhören, die zum Teil sehr komplexen Probleme der Klienten in den Blick zu nehmen und mit ihnen Lösungsschritte zu suchen. Dabei ist eine gute Vernetzung mit anderen Beratungsangeboten der Diakonie oder der Kommune unabdingbar, um gegebenenfalls auch andere Abteilungen mit ihrer Fachkenntnis mit ins Boot zu holen.

Wer die Arbeit so von der Basis her kennen gelernt hat, weiß, worum es beim diakonischen Handeln geht. Und so sieht sie eine ihrer vorrangigen Aufgaben als Geschäftsführerin darin, den Mitarbeitenden in den verschiedenen diakonischen Arbeitsfeldern den Rücken frei zu halten für eine qualifizierte Arbeit. „Ich möchte, dass die Mitarbeitenden jenseits von Kostendruck und Refinanzierungsfragen Zeit für die Menschen haben, die sie beraten.“ Die Mitarbeitenden wissen zu schätzen, dass ihre Chefin von der Basis kommt.

Die Aufgabe der Geschäftsführung ist Alexandra Schwedtmann nicht neu. Seit 2009 war sie Stellvertreterin von Jörg Koch und Arndt Rutenbeck, den vorherigen Leitern der Dinslakener Diakonie.

Ihre neue Leitungsaufgabe nimmt sie mit einem Stundenumfang von 30 Stunden wahr. Denn sie ist auch Mutter von zwei kleinen Kindern. Darum hat der Kirchenkreis Dinslaken entschieden, ihr mit Nicole Mehring eine ständige Stellvertreterin an die Seite zu stellen, die ebenso Leitungsaufgaben wahrnimmt. Zwei Frauen im Leitungsamt, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben wollen. Damit ist der Kirchenkreis Dinslaken seiner Ausrichtung treu geblieben, bei seiner Personalpolitik auch neue Wege zu gehen. So gab es schon eine Ausbildungsstelle in Teilzeit für eine Auszubildende mit Kind oder auch eine Ausbildungsstelle für eine Muslima.

Ein Herzensanliegen der neuen Geschäftsführerin ist das Thema Kinderarmut. „Ich bin froh, dass die Stadt Dinslaken mit ihrer Initiative  ,Kein Kind zurück lassen‘ das Thema auf ihre Agenda gesetzt hat. D.h., die Benachteiligung mancher Kinder in unserer Gesellschaft wird anerkannt und damit sind wir schon einen Schritt weiter. Dann können alle gemeinsam daran arbeiten, dieser Benachteiligung entgegen zu wirken.“

Auch für die Kommunen Voerde und Hünxe, die auch zum Gebiet des Kirchenkreises Dinslaken gehören, hat sie Pläne: sie träumt von einem Diakonie-Standort in Voerde und möchte die diakonische Arbeit in Hünxe mehr verorten.

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