Die Feuerwehr Mülheim übt für den Ernstfall (Foto: Feuerwehr)

Mülheim. In einer Großübung wurde am Samstag ein Szenario geübt, bei dem es auf die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Krankenhausleitung ankommt.

Bei einem fiktiven Brand auf einer Kinderstation im ev. Krankenhaus mussten 22 Kinder und Jugendliche sowie zwei Personen Pflegepersonal mit unterschiedlichen Verletzungen ins Freie gerettet werden. Die Verletzten wurden durch Mitglieder der Jugendorganisationen von Feuerwehr, Deutschen Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst und der Johanniter Unfallhilfe dargestellt.

Bei solch einem Ereignis wird das Alarmstichwort „MANV“ (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Das setzt eine Alarmierungskette in Gang bei der weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Mülheimer Hilfsorganisationen angefordert werden. Rettungswagen und Sonderfahrzeuge der Feuerwehr, sowie der Johanniter Unfallhilfe, des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes setzen sich in Bewegung und sammelten sich in einem so genannten Bereitstellungsraum.

Die ebenfalls alarmierten NotfallseelsorgerInnen wurden zur Betreuung der Betroffenen eingesetzt. Die inzwischen geretteten Patienten wurden in einer Patientenablage betreut und medizinisch versorgt. Nach einer Sichtung wurden die Patienten je nach Dringlichkeit in verschiedene Krankenhäuser der Umgebung gebracht.

Beobachter der Feuerwehr und Vertreter des Evangelischen Krankenhauses schauten sich die verschiedenen Einsatzabschnitte an. Wichtig sind bei solchen Einsätzen immer die Schnittstellen zwischen Menschenrettung, Verletztenversorgung, Dokumentation und gezielter Transportorganisation.

Die Ergebnisse dieser Übung werden zeitnah mit allen beteiligten Organisationen nachbesprochen um wichtige Hinweise zu erlangen, wo noch nachgesteuert werden muss, um noch besser zu werden.

„Wir wollen nicht hoffen, dass es zu solch einem Ereignis kommt, aber wenn müssen wir gut vorbereitet sein“, so die Feuerwehr in Mülheim. (ots)

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