v.l.: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Schulleiterin Sabina Fahnenbruck, Abteilungsleiter "Schulischer Hochbau" Florian Dirszus und Schülersprecherin Britta Weiskircher (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer)

Düsseldorf. Das Cecilien-Gymnasium erhält einen kompakten dreigeschossigen Anbau. Dort werden auf insgesamt 3.600 Quadratmetern Nutzfläche die Mensa sowie Klassen-, Fach-, und Mehrzweckräume untergebracht. Oberbürgermeister Thomas Geisel legte am Freitag, 16. März, zusammen mit Stadtdirektor und Schuldezernent Burkhard Hintzsche, dem stellvertretenden Leiter des Schulverwaltungsamtes, Florian Dirszus, sowie Schulleiterin Sabina Fahnenbruck und Schülersprecherin Britta Weiskircher den Grundstein. Dabei erklärte der Oberbürgermeister: „Mit unserem ehrgeizigen Schulbauprogramm reagieren wir auf die steigenden Schülerzahlen. In Bildung zu investieren heißt, in die Zukunft zu investieren.“ Und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche ergänzte: „Der Erweiterungsbau des Cecilien-Gymnasiums ist eines von sechs Schulbauprojekten in diesem Jahr. Die Erhöhung auf fünf Züge macht eine zeitnahe und nachhaltige Erweiterung des Gymnasiums nötig. Allein in diesem Monat legen wir den Grundstein an drei Standorten und zeigen damit, dass wir der aktuellen Entwicklung der Schullandschaft stadtweit und zeitnah Rechnung tragen.“

Notwendig wurde der Erweiterungsbau, weil das Cecilien-Gymnasium seit dem Schuljahr 2012/13 um zwei zusätzliche Eingangsklassen auf nun fünf Züge erweitert wurde. Derzeit werden am Cecilien-Gymnasium insgesamt 963 Schülerinnen und Schüler unterrichtet; 698 in der Sekundarstufe I und 265 in der Sekundarstufe II. Im Erdgeschoss des Erweiterungsneubaus werden zwei Mehrzweckräume, drei Klassenräume für die Sekundarstufe I und die Mensa mit „Cook and Chill“-Küche untergebracht. Die beiden Obergeschosse beherbergen je sechs Klassenräume sowie die Fachräume für Musik und Kunst. Der Neubau erhält über einen Verbindungsgang in allen drei Geschossen eine Anbindung zum bestehenden Schulgebäude. Die Projektleitung für die Planung und Ausführung liegt beim Schulverwaltungsamt selbst. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus soll die Schule auch eine eigene Dreifach-Sporthalle erhalten. Da das Cecilien-Gymnasium nur über eine Turnhalle verfügt, müssen bisher die Sporthallen des Comenius-Gymnasiums und der Carl-Benz-Realschule mit genutzt werden. Zudem kann der Sportbedarf insgesamt nicht gedeckt werden.

In den Erweiterungsbau und in einige Umbauarbeiten im Bestandsgebäude aus dem Jahre 1956 (2004 aufwändig saniert) werden insgesamt 12,464 Millionen Euro investiert. Der Neubau wird in Massivbauweise aus Mauerwerk und Stahlbeton errichtet und erhält eine Klinkerfassade. Die Fassade wird durch Blockfenster und Pfostenriegelkonstruktionen aus Aluminium gegliedert und übernimmt dabei die Rasterstruktur des Hauptgebäudes. Alle Aufenthaltsräume sowie alle südlich orientierten Bereiche erhalten außenliegende Lamellenraffstores zum Sonnenschutz. Das Flachdach wird extensiv begrünt. Das Gebäude erfüllt die Leitlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für die Energieeffizienz bei Neubauten – die Vorgaben der Energieeinsparungs-Verordnung werden um 36,5 Prozent unterschritten. Zur WC-Spülung wird zudem Regenwasser genutzt. Die energiesparende neue LED-Beleuchtung wird im gesamten Schulgebäude über Präsenzmelder gesteuert.

Das gesamte Schulgebäude wird nach den Umbaumaßnahmen barrierefrei sein. Im Außenbereich werden vom Schuleingang bis zu den Gebäudeeingängen taktile Leitlinie eingebaut. Das taktile Leitband wird im Inneren des Gebäudes bis zum Sekretariat und zum Aufzug fortgeführt. Der Erweiterungsbau wird vom Schulhof ebenerdig erschlossen, alle anderen Eingänge erhalten Rampen. Der Pausenzugang im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus erhält Türen mit elektromotorischer Öffnung. Die Flurtüren des Erweiterungsbaus und das Haupttreppenhaus im Bestandgebäude werden mit Feststellanlagen beziehungsweise automatischen Türsystemen ausgestattet. Alle Geschosse des Erweiterungsbaus werden über einen Aufzug erschlossen. Die Raumbeschilderungen sind nicht nur größer als üblich, sondern werden zusätzlich auch in Brailleschrift ausgeführt. Die Treppen erhalten beidseitig Handläufe mit taktilen Informationen. Die Klassen- und Fachräume werden mit für Inklusionsunterricht geeigneten Akustikdecken ausgestattet. Der Erweiterungsbau erhält im Erdgeschoss in der nähe der Mensa und im 1. Obergeschoss je ein behindertengerechtes WC, die auch mit einem Alarmierungssystem im Zwei-Sinne-Prinzip ausgestattet werden. Das Bestandsgebäude verfügt über zwei weitere behindertengerechte WCs.

Hintergrund:
2018 ist ein besonderes Jahr im kommunalen Bildungs- und Zukunftsprogramm der Landeshauptstadt. Nach bereits zwölf abgeschlossenen Umbauten und Erweiterungen von Schulgebäuden beginnen in diesem Jahr auch die Neubauten in den Stadtteilen. „Damit werden die versprochenen Investitionen in die Zukunft unserer Kinder und unserer wachsenden Stadt noch sichtbarer und spürbarer“, stellt Oberbürgermeister Thomas Geisel fest. „Die ebenso sinnvollen wie notwendigen Schulbauten finden praktisch in der ganzen Stadt statt. Wir lösen den Sanierungsstau auf.“

So gibt die Stadt allein in diesem Jahr den Startschuss für sechs Neubauten. Die herausragenden Projekte sind:

Friedrichstadt: im Sommer der Baubeginn der Regenbogenschule, Gemeinschaftsgrundschule mit innovativer Raumplanung nach der Düsseldorfer Schulbauleitlinie (rund 11 Millionen Euro, Fertigstellung 2020)

Benrath: Ersatzneubau der Gemeinschaftshauptschule Melanchthonstraße (21,8 Millionen Euro, Baubeginn 4. Quartal 2018, Fertigstellung 3. Quartal 2020)

Weitere Planungs- und Baustarts sind 2018: Neubau der vierzügigen Realschule Golzheim an der Koetschaustraße, der Ersatzneubau der Lore-Lorentz-Schule an der Schlossallee (Eller) sowie die Projektstarts für die dreizügige Grundschule im Glasmacherviertel (Gerresheim) und das vierzügige Gymnasium am Heinzelmännchenweg (Flingern).

Sechs weitere Schulerweiterungen starten 2018
Folgende bauliche Schulerweiterungen starten 2018: Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Gymnasiums Koblenzer Straße (Urdenbach) war bereits am 5. März und der Grundstein für den Erweiterungsbau des Annette-von-Droste-Hülshof-Gymnasiums (Benrath) wird am 19. März gelegt. Außerdem erhalten das Max-Planck-Gymnasium (Stockum), die Gesamtschule Stettiner Straße (Garath), die Gesamtschule Lindenstraße an zwei Standorten (Lindenstraße und Rosmarinstraße, Flingern) Erweiterungsbauten.

Sieben Schulbauten sind 2018 fertig
Auf die Fertigstellung in diesem Jahr dürfen sich Lehrer- und Schülerschaft von sechs Schulbauprojekten freuen. Das spektakulärste ist der Neubau des Albrecht-Dürer-Kollegs in Benrath, in den 68 Millionen Euro investiert werden und der im 2. Quartal fertig wird.

Zu den Höhepunkten gehört die Friedrich von Bodelschwingh-Schule in Oberkassel, die auf vier Züge verdoppelt wird (8,6 Millionen Euro, 1. Quartal). Außerdem werden 2018 baulich abgeschlossen: die katholische Grundschule Essener Straße (Pempelfort), die Gemeinschaftsgrundschule Lörick an der Wickrather Straße, die Grundschule Max-Halbe-Straße in Mörsenbroich, die Erweiterung des Heinrich-Hertz-Berufskollegs in Bilk sowie die Mensa-Erweiterung des Georg-Büchner-Gymnasiums (Golzheim).

Schulinvestitionen 2018: zwischen 150 und 180 Millionen Euro 
Wie vom Rat beschlossen, läuft 2018 außerdem die Planung und zum Teil Vergabe für zehn weitere Schulbauprojekte an. Oberbürgermeister Geisel: „Wir haben zurzeit rund 50 einzelne Baumaßnahmen vor uns. Davon sind 20 konkret im Bau oder werden schon 2018 fertig. Das ist die größte Investition in Schule und Bildung in der neueren Geschichte der Stadt.“ Im Laufe des Jahres werden 150 bis 180 Millionen Euro in den Schulbau investiert. Das Gesamtprogramm für den Düsseldorfer Schulbau umfasst rund 700 Millionen Euro.

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