Jugendliche aus Düsseldorfer Schulen können Bob, den humanoiden Roboter, mit einem 3D-Drucker erstellen (Foto: © IOX-Lab)

Düsseldorf. Jugendliche, die ihr Talent als Jungunternehmer austesten wollen, haben am Samstag, 17. März, Gelegenheit dazu: Im Terminal B des Flughafens Düsseldorf findet die Kick-off-Veranstaltung der „Start-up-Teens“ statt. Im Vorfeld der Start-up-Woche, die von der Wirtschaftsförderung der Stadt Düsseldorf vom 13. bis zum 20. April veranstaltet wird, richtet die „Startup Teens GmbH“ einen halbjährigen Businessplan-Wettbewerb für 14- bis 19-Jährige aus verschiedenen Städten aus. In sieben Kategorien treten die Teams „gegeneinander“ an, werden dabei durch Workshops, Events, Mentoring und Online-Videos unterstützt. Im Sommer 2019 ist das Finale in Berlin. In den sieben Kategorien können Teilnehmer Preisgelder von jeweils 10.000 gewinnen.

Ziel ist es, bereits bei Schülerinnen und Schülern den „Geist“ für innovative Ideen zu wecken. Sie sollen angeregt werden, Ideen zu entwickeln, voranzutreiben und für sie zu werben und auch mal mit Rückschlägen umzugehen. Dazu steht durch den Veranstalter Startup Teens ein hochwertiges Netzwerk bereit. Zuletzt haben die Startup Teens als eine von sieben Initiativen den Startsocial Award der Kanzlerin überreicht bekommen.

Die Wirtschaftsförderung unterstützt die Aktion, so wie sie Start-ups in allen Phasen der Gründung und Entwicklung unterstützt. „Wir wollen junge Leute für das Thema Start-up begeistern und ihnen durch die verschiedenen Angebote die Möglichkeit geben, mal in die Welt eines Start-ups einzutauchen“, sagt Uwe Kerkmann, Leiter der Wirtschaftsförderung. „Und vielleicht legt man damit ja einen Keim für eine Idee, aus der in einigen Jahren mal ein neues Trivago oder Auxmoney wächst.“

Weitere Informationen zu den Startup Teens gibt es unter www.startupteens.de.

Technik der Zukunft
Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler drucken menschlichen Roboter 

Ein weiteres Beispiel ist das Kooperationsprojekt zwischen dem Competence Center Begabtenförderung (CCB/seit Januar 2018 in die Stiftung Haus der Talente übergegangen) und dem IOX-Lab im Düsseldorfer Hafen. Die Wirtschaftsförderung unterstützt das Projekt finanziell und brachte auch die beiden Kooperationspartner zusammen. Start war im Oktober 2017.

Ziel des Projekts ist, dass Schüler aus unterschiedlichen Düsseldorfer Schulen in einem Team einzelne Roboterteile bauen, zusammensetzen und anschließend programmieren. Das IOX-Lab, ein innovatives Düsseldorfer Start-up-Unternehmen der IT-Branche, stellt dafür sein Labor mit 3D-Druckern zur Verfügung und begleitet die Schüler fachkundig gemeinsam mit CCB-Robotikdozenten über die gesamte Projektlaufzeit.

Unterstützung des MINT-Netzwerkes Düsseldorf – „Zukunft durch Innovation“
Seit rund sechs Jahren gibt es das MINT-Netzwerk Düsseldorf mit dem Ziel, einen Beitrag für die Zukunft des technischen Nachwuchses, der regional ansässigen Unternehmen und der Region Düsseldorf zu leisten. Seit Januar ist das MINT-Netzwerk Bestandteil des „Zukunft durch Innovation“-Netzwerkes (zdi). Schulen, Unternehmen und Hochschulen sollen vernetzt, naturwissenschaftliche und technische Bildung zu gefördert und Schülern Berufs- und Studienorientierung gegeben werden. Die Wirtschaftsförderung ist Partner des MINT-Netzwerkes und bringt die verschiedenen Akteure in Düsseldorf zusammen.

Neben der Talentförderung steht dabei auch die Vorstellung von Berufsbilder sowie die Ergänzung des Unterrichts im Vordergrund. Letztendlich bedeutet das, frühzeitig für MINT-Berufe zu werben, damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Düsseldorf und zur Innovationsfähigkeit des Standortes zu leisten.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter: www.mint-duesseldorf.de

Hintergrund: Start-up-City Düsseldorf
Die Zahl der Start-ups ist seit 2015 stetig gestiegen. Waren der Wirtschaftsförderung 2015 noch 135 Start-ups bekannt, waren es 2016 bereits 251 und 2017 rund 300 Start-ups. Dabei sind noch neun Start-ups-Alumbis, also ehemalige Start-ups, die seit mehr als 10 Jahren erfolgreich am Markt sind, hinzuzurechnen. Sie fallen durch ihre langjährig erfolgreiche Tätigkeit aus der seit 2015 geführten Statistik heraus. Dazu gehören beispielsweise trivago, auxmoney oder secusmart. Ältere Zahlen stehen nicht zur Verfügung, da vor der Start-up-Initiative in der Statistik der Wirtschaftsförderung nicht zwischen Gründern und Start-ups im engeren Sinne unterschieden wurde.

Insgesamt gibt es 2.115 Arbeitsplätze bei aktuellen Start-ups (Stand Ende 2017). Rechnet man die 1.645 Arbeitsplätze bei den Start-up-Alumnis hinzu, sind es insgesamt 3.760 Arbeitsplätze. Ende 2016 waren es 3.008 Arbeitsplätze. Zudem sind 2017 mindestens 48 Millionen Euro Venture Capital in Düsseldorfer Start-ups investiert worden. Der Börsengang im Dezember 2016 brachte Trivago 287 Millionen US-Dollar.

Die Start-up-Woche, die vom 13. bis 20. April stattfindet, bietet mit 80 Veranstaltern rund 170 Vorträge, Workshops und Pitches an. Erwartet werden 5.000 Teilnehmer.

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