Szene aus dem Zartbitter-Theaterstück "BEI UNS (doch) NICHT! Schutz vor sexuellem Missbrauch in Schulen oder Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe" (Foto: © Foto: Zartbitter)

Düsseldorf. Mit dem Theaterstück „BEI UNS (doch) NICHT! Schutz vor sexuellem Missbrauch in Schulen oder Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe“ wird sexuelle Gewalt an Schulen und in Organisationen thematisiert. Alle Interessierten sind eingeladen, sich das Stück von des Theaterpojekts „Zartbitter“ am Dienstag, 13. März, 14.45 Uhr, im Weiterbildungszentrum am Hauptbahnhof, Bertha-von-Suttner-Platz 1, Saal 1, anzusehen. Der Eintritt ist frei.

Kinder werden oft von Menschen missbraucht, denen sie vertrauen. Wie sich eine solche Situation zutragen und wie diejenigen, deren Schutzbefohlene so etwas widerfährt, sich richtig verhalten, und was zu unternehmen ist, zeigte das Zartbitter-Präventionstheaterstück „Bei uns (doch) nicht!“: Ein Ehepaar, dessen Tochter von ihrem Fußballtrainer sexuell missbraucht wurde, bringt das Erleben von Müttern und Vätern auf die Bühne, deren Töchter und Söhne in Institutionen missbraucht wurden. Es zeigt deren Belastungen und Möglichkeiten der Bewältigung auf. Außerdem informiert das Theaterstück über das strategische Vorgehen von Tätern, die Signale betroffener Kinder sowie die institutionellen Konflikte nach der Aufdeckung von Missbrauch in den eigenen Reihen. Zugleich stellt es Bausteine eines tragfähigen Kinderschutzes vor und schärft den Blick für den Schutz von Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männern.

Das Zentrum für Schulpsychologie, in Kooperation mit dem Kompetenzteam und Schulamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Kriminalpräventiven Rat Düsseldorf, der Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen und der Volkshochschule, möchte Eltern, pädagogische Fachkräfte aus Schule und außerschulischen Institutionen ermutigen, sich für die Entwicklung von institutionellen Kinderschutzkonzepten zu engagieren.

Weitere Infomationen:
Der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ in Berlin hat gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von Vertreterinnen und Vertretern einiger Schul- und Kultusministerien der Länder ein Angebot von Informations- und Arbeitsmaterialien erstellt. Dieses kann im Internet unter www.beauftragter-missbrauch.de abgerufen werden. Weitere Informationen gibt es beim Zentrum für Schulpsychologie, Gewaltprävention und Krisenintervention an Schulen, Ute Stratmann, Telefon 0211.89.93863.

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