Der neue Juso-Vorstand in Dinslaken: v.l. Kevin Moritz, Paulina Wende, Patrick Müller, Christopher Paus, Kristina Grafen und Audrey Dilangu (Foto: privat)

Wesel/Voerde/Dinslaken/Kreis Wesel. Die Jusos Kreis Wesel wählten einen neuen Vorstand. Auf ihrer Kreiskonferenz im Jugendkulturzentrum „Bollwerk“ in Moers legte der SPD-Jugendverband auch die Ziele für das Jahr 2018 fest und schaute auf ein sehr aktives Jahr 2017 zurück.

„Wir werden die Themen unserer Generation nach vorne stellen. Die Digitalisierung nehmen wir dafür fest in den Blick, denn sie verändert unsere Arbeitswelt und schafft neue Anforderungen in der Bildung. Eine bessere Mobilität für junge Menschen im Kreis Wesel kommt außerdem nicht von allein. Auch hier werden wir uns weiter für Verbesserungen einsetzen. Rund 50 neue Jusos haben wir zudem im letzten Jahr dazu gewonnen. Das zeigt, dass viele junge Menschen Lust haben, etwas zu bewegen und dafür bei uns und der SPD richtig sind“, erklärt Benedikt Lechtenberg aus Hünxe, der als Vorsitzender der Kreisjusos wiedergewählt wurde.

Angesichts des Mitgliedervotums der SPD setzen sich die Jusos für die Erneuerung der Partei ein. Die Forderung nach Erneuerung dürfe jedoch keine Leerformel sein, sondern müsse mit konkreten Vorschlägen untermauert werden. Bereits im vergangenen Jahr haben die Kreisjusos dafür mit ihren Mitgliedern Ideen gesammelt und einen Antrag auf dem SPD-Kreisparteitag gestellt, der mehrheitlich angenommen wurde. Ausschlagend sind für die Jusos neben strukturellen und personellen Veränderungen, allerdings klare inhaltliche Positionen. Der Pflege-Notstand, die ungleiche Einkommensverteilung oder ein im europäischen Vergleich niedriger Mindestlohn würden beispielsweise eine starke sozialdemokratische Politik erfordern.

Um ihre Ziele zu verfolgen, wählten die Kreisjusos einen neuen Vorstand. Darin bringen sich neben länger aktiven, auch frisch gebackene Neumitglieder ein. Nadine Milewski (Hamminkeln) und Tim Brömmling (Wesel) engagieren sich als stellvertretende Vorsitzende. Kevin Waldeck (Kamp-Lintfort) und Niklas Blaas (Rheinberg) behalten die Kasse bzw. die Schriftführung im Blick. Hannah Bollig (Rheinberg), Özden Simsek (Moers), Lisa Neuhausmann (Moers) und Jelena Rauch (Xanten) bringen sich als Beisitzerinnen ein.

Insgesamt schauten die Jusos auf ein sehr aktives Jahr 2017 im Kreis Wesel zurück. Mit zahlreichen Wahlkampfaktionen waren die Jusos im Landtags- und Bundestagswahlkampf auf beiden Rheinseiten unterwegs, um junge Menschen zur Wahl zu motivieren. Darüber hinaus fanden Diskussions- und Weiterbildungsveranstaltungen statt und kamen die Jusos zu gemütlichen Abenden zusammen. Immer wieder bezogen die Jusos außerdem Position zu aktuellen Themen, die junge Menschen betreffen.

Der neue Kreisvorstand: v.l. Kevin Waldeck, Benedikt Lechtenberg, Niklas Blaas, Nadine Milewski, Lisa Neuhausmann, Jelena Rauch, Hannah Bollig, Özden Simsek, Tim Brömmling (Foto: privat)

Neuer Vorstand auch in Dinslaken

Einige Stunden nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des SPD-Mitgliedervotums, trafen sich am Sonntag die Dinslakener Jusos zu ihrer Jahreshauptversammlung. Juso-Vorsitzender Patrick Müller begrüßte die erschienenen Jusos sowie zahlreichen Gäste und berichtete aus dem vergangenen Jahr. „Die Ergebnisse der Landtags- und Bundestagswahl fordern nun jeden in unserer Partei auf, sich an der Neuaufstellung selbiger zu beteiligen. Deshalb freut es ich mich, dass wir in den letzten Wochen zahlreiche junge Menschen begrüßen durften, die dabei mithelfen möchten“, kommentiert Müller dabei die beiden großen Themen in 2017. Unter Leitung des Kreisjuso-Vorsitzenden Benedikt Lechtenberg fuhr der Politiknachwuchs anschließend in seiner Tagesordnung fort und wählte seinen neuen Vorstand. Müller wurde in seinem Amt bestätigt und erhält dabei Unterstützung durch Paulina Wende, Kristina Grafen, Audrey Dilangu, Christopher Paus sowie Kevin Moritz.

Im Anschluss an die Wahlen, berichteten die geladenen Gäste, darunter SPD-Stadtverbandsvorsitzender Reinhard Wolf, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Landtagsabgeordneter Stefan Zimkeit sowie Bundestagsabgeordneter Dirk Vöpel von ihrer Arbeit und Einschätzungen zum Ausgang des Mitgliedervotums. Bürgermeister Dr. Heidinger gab dabei Einblicke in die derzeitigen Investitionen in Dinslaken und nannte dabei besonders den Schulbereich, in welchen die Stadt Dinslaken insgesamt 60 Millionen Euro investiert. Trotz der zahlreichen Zukunftsinvestitionen, dürfen die Bürgerinnen und Bürger aber nicht dem Irrglauben verfallen, die Stadt hätte sich in den letzten Jahren lediglich goldene Denkmäler gesetzt. Die derzeitige Haushaltslage ist aus Sicht des Bürgermeisters der Situation geschuldet, dass vom Bund bestellte Leistungen von den Kommunen bezahlt werden müssen und diese damit in eine missliche Lage versetzt werden. „Wer das Bier an der Theke bestellt, muss es am Ende auch zahlen“, beschrieb Heidinger das Problem der fehlenden Konexität bildlich.

Zum Schluss der Versammlung appellierte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende noch einmal an den Parteinachwuchs, sich weiterhin verstärkt in die Prozesse der Partei einzubinden.

Jusos Wesel veranstalteten Antragswerkstatt

Die Weseler Jusos veranstalteten gemeinsam mit den Jusos Voerde eine „Antragswerkstatt Kommunalpolitik“. Im Vordergrund standen neben einer grundsätzlichen Einführung in das System der kommunalen Verfassung in NRW, wie von Seiten der Politik Anträge effektiv als Instrument zur politischen Gestaltung von Kommunen genutzt werden können. „Kommunalpolitik ist unser direkter Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern. Nur wenn wir uns mit ihren konkreten Anliegen befassen, gewinnen wir Vertrauen für die Politik“, so Tim Brömmling, Vorsitzender der Jusos Wesel. Dementsprechend müsse man sich für Anträge als einem Kernstück kommunalpolitischer Mitgestaltung fit machen.

Neben Tim Brömmling und Max Sonnenschein (Jusos Voerde) referierte Mark Sarres, Ratsherr in der Voerder SPD-Fraktion, der ergänzend von entsprechenden Beispielen und seinen Erfahrungen aus dem Alltag im Kommunalparlament mit den dazugehörigen Ausschüssen berichtete. In der Diskussion sprachen die Mitglieder der SPD-Jugend über ihnen wichtige Themen, darunter Mobilität und eine jugendgerechte Stadtentwicklung. So wolle man sich unter anderem für mehr attraktive Sportangebote im öffentlichen Raum einsetzen und Projekte wie einen Skatepark für Wesel weiterführen und weitere Perspektivideen vorantreiben. In Wesel biete sich durch die aktuelle Sportentwicklungsplanung eine ideale Gelegenheit dazu.

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