Waltraud Schilling, stellv. Bürgermeisterin und SPD-Ratsfrau aus Drevenack (Foto: privat)

Hünxe. „Der Vorschlag der Verwaltung ist als Übergangslösung akzeptabel, da er schnell umzusetzen ist und geringe Kosten verursacht, doch geht er uns nicht weit genug. Wieder wird dem Autoverkehr höchste Priorität eingeräumt. Dabei sollten Radfahrer und Fußgänger in einer modernen, dörflichen Kommune den gleichen Stellenwert erhalten“, erklärt Waltraud Schilling, stellv. Bürgermeisterin und SPD-Ratsfrau aus Drevenack, und begründet den Änderungsantrag der SPD-Ratsfraktion zur Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung für den Haupt- und Finanzausschuss am 07. März 2018.

Denn die Verwaltung möchte an der Kreuzung Hünxer Straße/Hunsdorfer Weg/Buchenstraße im Ortsteil Drevenack je Schilder für eine Vorfahrtsstraße bzw. Stoppschilder aufstellen. Ergänzt werden könnte dies, so die Verwaltung, um einen Fußgängerüberweg.

Diesen Vorschlag will die SPD-Ratsfraktion nun ergänzen, wie Schilling weiter ausführt: „Aus Gründen der Verkehrssicherheit und zur Herstellung eines dörflichen Ortskerns, in dem sich auch die Fußgänger und Radfahrer sicher fühlen, befürworten wir die Begrenzung der Geschwindigkeit auf maximal 30 km/h.“ Aus der Verkehrskonferenz Anfang Dezember 2017 habe man mitgenommen, dass die Straßenverkehrsbehörde bereit sei, Anregungen aus den Kommunen anzunehmen, wenn diesen ein eindeutiger politischer Beschluss zugrunde läge.

„Wir teilen die Auffassung der Verwaltung, dass eine Umstellung auf eine ‚Rechts vor Links‘-Regelung an der sogenannten ‚Edeka-Kreuzung‘ zu Schwierigkeiten führen könnte. Daher halten wir nach wie vor die Einrichtung eines ‚Mini-Kreisverkehrs‘ in Kombination mit einer flächendeckenden Tempo 30-Zone für die beste langfristige Lösung, um den Ortskern in Drevenack sicher zu machen. Die Auswirkungen auf die Durchfahrtzeit der Autos ändert sich dadurch nur geringfügig“, so Schilling. „Wenn wir als moderne, familienfreundliche und umweltbewusste Kommune weitere Anreize schaffen wollen, damit die Menschen innerorts ihre Wege häufiger zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, müssen wir dafür bessere Rahmenbedingungen schaffen.“

Der Änderungsantrag der SPD-Ratsfraktion sieht daher vor, dass ein Verkehrsplanungsbüro zeitnah beauftragt wird, um die Machbarkeit eines „Mini-Kreisverkehres“ an dieser Stelle zu prüfen und die ungefähren Kosten zu ermitteln (mit alternativen Ausbauten). Ferner soll ergänzend zum Verwaltungsvorschlag bis zur weiteren Klärung und Darstellung einer dauerhaften Lösung (die Dorfkerngestaltung ist auch im gegenwärtigen IKEK-Prozess ein wichtiges Thema) auf der Hünxer Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf „Tempo 30“ bestimmt werden.

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