Drehleiter im Niederflurbetrieb (Foto: Janetschek)
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Essen. Die Kälterekorde der letzten Tage nahm die Feuerwehr Essen zum Anlass um eine Eisrettungsübung am Donnerstagnachmittag unter realen Bedingungen auf dem Teich des Kaiser-Wilhelm-Parks in Altenessen durchzuführen. Die zuvor in der Theorie auf der Wache erlernten unterschiedlichen Rettungsmöglichkeiten bei einem Eiseinbruch konnten nun bei klirrender Kälte in der Praxis geübt werden.

Dazu wurde ein Kollege der Feuerwache Altenessen mit einem Wasserüberlebensanzug „präpariert“, welcher dann einen leichtsinnigen Mitbürger nachahmte. Dieser Proband begab sich verbotener Weise auf die Eisfläche des Teiches und brach erwartungsgemäß ein. Nun lief die eigentliche Übung an und die Kollegen der Feuerwehr Essen nahmen unterschiedlichste technische Geräte zur Rettung vor. Neben dem Eigenschutz der eigenen Kräfte stand die schnelle und patientenorientierte Rettung im Vordergrund. Aufgrund der optimalen örtlichen Gegebenheiten konnte sogar eine Rettung über eine Drehleiter im sogenannten Niederflurbetrieb geübt werden.

Am Ende der Übung stand auch für die inzwischen zahlreich zusehenden Passanten fest, dass es lebensgefährlich ist, sich auf eine nicht freigegebene und nicht tragfähige Eisfläche zu begeben. In diesem Zusammenhang wäre zu erwähnen, dass Verbotsschilder häufig missachtet werden, obwohl eine Eisfläche aufgrund von Strömungen und anderen Faktoren hinsichtlich der Tragfähigkeit von Laien nicht einzuschätzen ist.

Einen zusätzlichen nützlichen Nebeneffekt zur eigentlichen Übung gab es auch noch. Die Eisrettungsgeräte (Bohlen und Stangen) für Laienhelfer, die in Ufernähe des Teiches im „Kaisergarten“ für die Menschenrettung gelagert werden, waren zuvor von Unbekannten einfach auf die Eisfläche geworfen worden. Diese Rettungsgeräte wurden durch die Feuerwehr wieder an ihren vorbestimmten Platz verbracht. Dieser schlechte Scherz kann durchaus in einer Notfallsituation Menschen das Leben kosten. (ots)

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