(Foto: HELIOS)
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Rhein-Ruhr. Ob Schlumpfine, Clown oder Grinsekatze – bald tummeln sich wieder jede Menge jecker Gestalten auf den Straßen des Rheinlandes. Und zu einem guten Kostüm gehört, richtig, die passende Schminke. Doch nach tagelangem Pinseln, Trinken und Bützen kann der Blick in den Spiegel am Aschermittwoch hart sein: Die Haut gerötet und voller Pickel, die Lippen trocken und die Augenränder tief. Dagegen helfen nur viel Wasser und die medizinischen Tipps von Dr. med. Dimitrios Georgas, leitender Oberarzt der Dermatologie an der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg.

  • Vorab testen: Fordert das Kostüm Schminkeinsatz, der über „Smokey Eyes“ hinausgeht, kann es sinnvoll sein, die Produkte vorab an anderer Stelle, etwa auf dem Arm zu testen. Tritt nach zwei bis drei Stunden keine Reaktion auf, sollten sie auch im Gesicht gut verträglich sein.
  • Grundlage schaffen: Vor dem Schminken heißt es pflegen. Cremen Sie Ihre Haut daher als Basis gut ein, so ist sie den ganzen Tag mit Feuchtigkeit versorgt.
  • Schminke auf Wasserbasis: Am wenigsten Probleme bereiten der Haut zumeist wasserlösliche Schminkprodukte, denn sie verstopfen die Poren nicht und sind einfach zu entfernen. Der Nachteil: Sie können Bützchen und Schweißausbrüchen weniger entgegensetzen und halten daher meist nicht so lang. Hier kann ein Fixierpuder oder -spray Abhilfe schaffen. Alternativ frischt man das Make-Up zwischendurch auf. Übrigens: Mittlerweile gibt es auch von zertifizierten Naturkosmetikherstellern Karnevalsschminke. Da sie bei der Produktion von vornherein auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Silikone und Parabene verzichten, sind sie oftmals besser verträglich.
  • Auf die Zusätze achten: Im schlimmsten Fall entwickelt sich durch die Schminke eine sogenannte Kontaktallergie, die sich meist durch Juckreiz, Rötungen, Pickel oder Pusteln bemerkbar macht. Die Ursachen können variieren, von bestimmten Duftstoffen bis hin zu Klebstoffen im Mascara. Hier hilft dann meist nur der Gang zum Hautarzt, zum einen, um herauszufinden, welcher Stoff die Allergie ausgelöst hat und zum anderen, um die Symptome zu lindern.
  • Alte Schminke ausmisten: Badezimmerschränke sind wahre Fundgruben abgelaufener Make-Up-Reste. Für die Hautgesundheit gilt aber in jedem Fall: Achten Sie auf die Haltbarkeit. Auf den meisten Produkten erkennbar an dem kleinen geöffneten Tiegel mit einer Monatszahl.
  • Lippen pflegen: Ob geschminkt oder natürlich, Lippen brauchen im Winter besondere Pflege. Und wenn dann noch das ein oder andere Bützchen dazukommt, sowieso. Verhindern sollte man vor allem kleine Risse in der Schleimhaut, das gelingt bei niedrigen Temperaturen meist nur fetthaltigen Pflegeprodukten. Ist die Lippe bereits blutig, können bestimmte Cremes oder Salben, etwa aus der Apotheke, den Heilungsprozess fördern. Und die Lippe bitte so wenig wie möglich mit Spucke befeuchten, denn das trocknet sie nur noch weiter aus.
  • Runter mit dem Make-Up: Egal, wie spät es an den Karnevalsabenden wird, schminken Sie sich immer ab. Denn bleiben Make-up-Reste auf der Haut zurück, behindert das den nächtlichen Regenerationsprozess der Zellen. Die Folge sind Rötungen und Pickelchen.
  • Augenringe bekämpfen: Wer mehr gefeiert als geschlafen hat, wird am Aschermittwoch wohl nicht um ordentliche Augenringe herumkommen. Das liegt vor allem an der gedrosselten Lymphproduktion. Dabei sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe unter den Augen an und die Blutgefäße erweitern sich. Dagegen helfen kühlende und feuchtigkeitsspendende Pads oder tatsächlich auch Gurkenscheiben aus dem Kühlschrank. Denn durch die Kälte ziehen sich die Gefäße wieder zusammen, die Haut wird heller und schwillt ab.
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