Taxifahrer Heinz Hirsch (links) nahm die ersten Kondome vom Prinzenpaar Carsten II. und Yvonne und Gesundheitsdezernent Prof. Andreas Meyer-Falcke entgegen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin)

Düsseldorf. Zum 20. Jubiläum der Taxi-Aktion des Gesundheitsamtes in Kooperation mit Taxi Düsseldorf eG fand der Auftakt der Aktion in Gegenwart besonderer Gäste statt: Die Tollitäten Prinz Carsten II. und Venetia Yvonne waren am Dienstag, 6. Februar, zur Taxi Düsseldorf eG gekommen. Gemeinsam mit dem Beigeordneten für Personal, Organisation, IT, Gesundheit und Bürgerservice, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Dennis Klusmeier, Vorstand der Taxi Düsseldorf eG und Gabriele Becker von der Beratungsstelle Sexuelle Gesundheit, gab das Prinzenpaar den Startschuss für die diesjährige Verteilaktion.

5.000 Kondome werden von zirka 250 Taxifahrern ab Altweiber an die Fahrgäste ausgegeben. Jedem Kondom ist eine Postkarte beigefügt, die über Kontaktdaten der Beratungsstelle Sexuelle Gesundheit und Testzeiten zum HIV-Antikörpertest informiert. Als Zeichen der Solidarität mit Menschen mit HIV tragen die Taxifahrer die rote Schleife sichtbar an ihrer Kleidung. Mit dieser Präventionsmaßnahme soll auf das Risiko einer möglichen Ansteckung mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen durch ungeschützte sexuelle Kontakte aufmerksam gemacht werden – ein Thema, das in der Karnevalszeit nicht nur besonders aktuell ist, sondern sich auch wirksam kommunizieren lässt.

„Denkt daran: Nicht nur in der jecken Zeit, haltet immer ein Kondom bereit. Jeck erst recht: mach’s mit!“, sagt Düsseldorfs Gesundheitsdezernent und Karnevalist Prof. Meyer-Falcke.

„Immer noch stecken sich in Düsseldorf jährlich 60 bis 80 Personen mit dem HI-Virus an“, berichtet Dr. Klaus Göbels, Amtsleiter des Gesundheitsamtes. Laut der Statistik des Robert-Koch-Institutes liegt die Zahl der seit 1993 gemeldeten HIV-Infektionen für Düsseldorf bei zirka 1.450 Fällen. „Zwar hat HIV durch die seit einigen Jahren zur Verfügung stehenden medikamentösen Therapien vielfach an Schrecken verloren, jedoch sollten weiterhin alle Chancen genutzt werden, neue HIV-Infektionen zu vermeiden“, betont Dr. Göbels.

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