Grafiker Manfred Nondorf, Museumsdirektor Dr. Veit Veltzke, Ludwig Maritzen, der für das Panorama als Dr. Konrad Heresbach Pate gestanden hat, und die Brüder Claus und Frank sowie Conrad Diessenbacher haben über ein Jahr lang an der Entwicklung und Umsetzung des Großpanoramas gearbeitet (Foto: Birgit Ströter/LVR)

Wesel/Niederrhein. Wenn am 18. März im künftigen LVR-Niederrhein-Museum die Ausstellung „Wesel und die Niederrheinlande. Schätze, die Geschichte(n) erzählen“ eröffnet wird (bis 14. Oktober 2018), stehen die Gäste bereits am Eingang einem zentralen Exponat der Ausstellung gegenüber: Es ist etwa vier Meter hoch und über zwölf Meter lang. Und schon wegen dieser stattlichen Ausmaße liegt der Gedanke an eine Zeitmaschine nicht ganz fern. Und tatsächlich finden sich die Betrachterinnen und Betrachter des Großpanoramas auf dem Großen Markt zu Wesel im 16. Jahrhundert wieder – der Lebensader der Stadt. Zu sehen sind die prächtigen Fassaden der Häuser reicher Bürgerinnen und Bürger. Oder das Rathaus mit seiner Fassade nach Vorbildern aus Flandern und Brabant. Den Platz beherrscht jedoch die mächtige Willibrordkirche. Sie hat im frühen 16. Jahrhundert mit fünf Kirchenschiffen gerade ihren größten Ausbau erreicht: die letzte Blüte des gotischen Sakralbaus am Niederrhein. Die Abbildung des historischen Marktes ist historisch belegt – so etwa sah es im 16. Jahrhundert aus.

„Ebenso nach historischem Vorbild sind die Figuren, die zu sehen sind. Belebt wird der Markt durch die Menschen – einfache Bedienstete, Bauern, Mägde und Knechte, mächtige Politiker oder die Geistlichkeit: Ein buntes Treiben, in das man eintauchen möchte“, so Museumsdirektor Dr. Veit Veltzke. „Und wer genauer hinschaut, erkennt, dass einige der Frauen und Männer bekannte Gesichter haben: Bürgerinnen und Bürger der Gegenwart aus Wesel haben hier Patin und Pate gestanden.“

Dieses und viele weitere Exponate werden in der dann eröffneten Ausstellung „Schätze, die Geschichte(n) erzählen“ im künftigen LVR-Niederrheinmuseum Wesel ab dem 18. März gezeigt.

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