Der neue Breitbandkoordinator Rafael Markwald (links) hat seinen Dienst bei der Stadt Krefeld angetreten. Hier mit Hans-Joachim Hofer vom Fachbereich Tiefbau, der sich bislang mit dem Thema schnellen Internet für Krefeld beschäftigt hat (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)

Krefeld. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Krefeld geht voran: Der neue Breitbandkoordinator Rafael Markwald hat seinen Dienst bei der Stadt Krefeld angetreten. Der 29-Jährige hat seinen Master of Science im Fach Anthropogeographie an der Universität zu Köln mit einem Schwerpunkt Stadt- und Regionalentwicklung absolviert. Der gebürtige Euskirchener soll sich um die erfolgreiche Umsetzung als Schnittstelle zwischen Telekommunikationsbetreibern, Verwaltungen, Unternehmen, Schulen und privaten Haushalten kümmern. Oberbürgermeister Frank Meyer hat mit seiner Amtsübernahme den Ausbau des Breitbandnetzes als ein wichtiges Thema für den Wirtschafts- und Wohnstandort Krefeld mehr und mehr forciert. Ein hochleistungsfähiger Internetzugang bildet insbesondere für hiesige Firmen eine entscheidende Basis für die Wettbewerbsfähigkeit.

Im vergangenen Jahr wurde ein Förderantrag der Stadt zum Ausbau des Breitbandnetzes in Höhe von 5,8 Millionen Euro vom Bund bewilligt. Mit der Förderzusage kann nun auch die Kofinanzierung beim Land NRW in Höhe von ebenfalls 5,8 Millionen Euro beantragt und anschließend die Ausschreibung vorbereitet werden. Insgesamt sollen rund 215 Kilometer neue Glasfaserleitungen verlegt werden, die Kosten liegen bei rund 11,6 Millionen Euro.

Zurzeit steht in manchen Bereichen des Stadtgebietes nur ein Datentransfer von 30 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Mit der erwarteten Unterstützung von Bund und Land wird der Ausbau des Breitbandnetzes in Krefeld zu 100 Prozent gefördert. Durch die neuen Glasfaserleitungen sollen Unternehmen und Bürger einen schnelleren Zugang zum Internet erhalten. Die Stadtverwaltung hatte deswegen ein Unternehmen beauftragt, die wesentlichen Basisdaten für den Ausbau des Breitbandnetzes in Krefeld zu ermitteln. Das Ergebnis: In Krefeld sind 1208 Gebäudeadressen noch unterversorgt, unter anderem in Forstwald, Hüls, verschiedenen Gewerbegebieten und dem Hafengebiet. Diese Daten wurden für den Förderantrag benötigt, der in diesem Herbst beim Bund eingereicht wurde.

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