Hans Wilhelm Zwiehoff (Bezirksbürgermeister BV5 in Essen), Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen), Hans-Joachim Augustin (Grün und Gruga) sowie Simone Raskob (Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin u. Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017) präsentierten heute im Beisein weiterer Beteiligter die neu gestaltete Magistrale Vogelheim (Foto: Jochen Tack/GHE2017)

Essen. Nachhaltiges Bauprojekt der Grünen Hauptstadt Europas bietet neuen Weg für Fußgänger und Fahrradfahrer

Der Stadtteil Vogelheim im Essener Norden hat nun eine eigene Magistrale: Zwischen Berne und den Grünräumen am Rhein-Herne-Kanal und der Emscher ist im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 nun auf ca. 1,7 km Länge ein komfortabler Fuß- und Fahrradweg entstanden. Finanziert wurde das 340.000 Euro teure Projekt aus Mitteln der Stadtentwicklung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, umgesetzt hat Grün und Gruga.

„Ich freue mich sehr für die Bürgerinnen und Bürger in Vogelheim und Umgebung, dass sie nun über die neu gestaltete Magistrale schneller, sicher und naturnah von der Berne zur Emscher kommen. Zudem hat unsere Stadt hier im Norden ein attraktives Eingangstor erhalten, das sich sehen lassen kann“, sagt Thomas Kufen. Für die Anlage des neuen Weges wurde in den vergangenen Wochen und Monaten gerodet, hergerichtet und gebaut. Wege wurden befestigt, Rasenflächen angelegt und farbintensive Stauden gepflanzt.

„Die Magistrale Vogelheim ist ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Projekt für unsere Grüne Hauptstadt: Es zeigt, dass industriell geprägte Freiräume umgewandelt werden können – von grau zu grün. Vogelheim wird durch den neuen Geh- und Radweg in ein städtisches Verbundsystem von Grünanlagen integriert, das wir kontinuierlich mit dem Programm ESSEN.Neue Wege zum Wasser erweitern“, sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Nur eines von zahlreichen nachhaltigen Projekten

Gemeinsam mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen wurden im Grüne Hauptstadt-Jahr einige Projekte umgesetzt, die nachhaltig im Stadtgebiet sichtbar bleiben: die Essener Aussichten, die besondere Blickpunkte im gesamten Stadtgebiet markieren, der Seeblick, der zwischen Seaside Beach und Schloss Baldeney einen neuen, attraktiven Zugang zum Baldeneysee ermöglicht, und die Pflanzung von 50.000 Stauden im gesamten Stadtgebiet. Doch auch darüber hinaus stand Nachhaltigkeit bei den Projekten der Grünen Hauptstadt im Mittelpunkt: Von den etwa 8.500.000 Euro, die insgesamt für Projekte ausgegeben wurden, flossen mehr als 62 Prozent in nachhaltige Projekte.

Über Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017

Am 18. Juni 2015 hat die Europäische Kommission der Stadt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ verliehen. Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt. Essen ist die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen und drittgrünste in ganz Deutschland. Im Grüne Hauptstadt-Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen, Kongresse und Bürgerprojekte stattfinden, um nachhaltige Prozesse und Entwicklungen anzustoßen, die dauerhaft die Lebensqualität der Stadt Essen sichern und verbessern. Dabei ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger von entscheidender Bedeutung. Die Stadt Essen, die als einzige europäische Stadt die Titel Kulturhauptstadt (2010) und Grüne Hauptstadt Europas trägt, startet 2017 in eine Grüne Dekade: Der Emscherumbau wird 2020 abgeschlossen sein, im Jahr 2022 findet die Ergebnispräsentation der KlimaExpo.NRW statt und im Dezember erhielt die Region den Zuschlag für die Internationale Gartenausstellung 2027.

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