Dr. Hans-Dieter Gerriets (v.li.: Betriebsleiter Adipinsäure-Betrieb Lanxess) und die Betriebsmeister Frank Davids-Vahsen sowie Navatharsan Somasundaram informierten sich bei Manuela Winter, (stv. Vorsitzende DRK-Schwesternschaft Krefeld) über die verschiedenen Hilfs-Elemente im stups-KINDERZENTRUM der Schwesternschaft (Foto: privat)

Krefeld. Das stups-KINDERZENTRUM der DRK-Schwesternschaft Krefeld bekam vor Kurzem willkommenen Besuch. Die Führungsmannschaft des Adipinsäure-Betriebs vom Spezialchemie-Konzern LANXESS im Chempark Uerdingen brachte der Schwesternschaft eine Spende von 1.000 Euro. Den größten Teil des Geldes hatten die Mitarbeiter des Betriebs bei einer Feierlichkeit gespendet, die zu Ehren eines Produktionsjubiläums stattfand. Denn der Adipinsäure-Betrieb stellte vergangenes Jahr die drei Millionste Tonne Adipinsäure seit Produktionsstart in den 1940-er Jahren her. Dieses weiße, kristalline Pulver wird insbesondere zur Herstellung von Polyestern, Polyurethanen, Lacken und phthalatfreien Weichmachern genutzt.

Bei den Feierlichkeiten fand auch eine Tombola zugunsten des „stups“ statt. Dabei kamen rund 700 Euro zusammen. Die Betriebsleitung stockte diese Summe schließlich auf 1.000 Euro auf. Die Scheckübergabe fand am 19. Januar im stups-KINDERZENTRUM in Königshof statt. Seitens LANXESS waren Betriebsleiter Dr. Hans-Dieter Gerriets und die Betriebsmeister Frank Davids-Vahsen sowie Navatharsan Somasundaram anwesend. Gerriets sagte bei der Überreichung des Schecks: „Das ist überzeugend, was Sie hier machen und wir sind froh, dass wir das unterstützen können!“

Manuela Winter, stellv. Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Krefeld, erklärte den Besuchern das Prinzip der Arbeit: Es sei das Ziel, auch schwerstkranken Kindern, die voraussichtlich nicht erwachsen werden würden, ein ihren Möglichkeiten entsprechendes kindgerechtes und fröhliches Leben in der Gemeinschaft mit nicht-kranken Kindern und in ihren Familien zu ermöglichen. Dabei setzt die DRK-Schwesternschaft auf die Verbindung von ambulanten und stationären Angeboten – wie der inklusiven Großtagespflege und KiTa, dem Kinder- und Jugendhospiz mit zwölf Betten im Gebäude in Königshof sowie der sozialmedizinischen Nachsorge, dem ambulanten Kinderkrankenpflege-Dienst und dem ehrenamtlichen ambulanten Hospizdienst. „Es ist wichtig, dass Kinder von geschulten Kinderkrankenschwestern oder -pflegern betreut werden. Es gibt Unterschiede im Krankheitsbild, die Pflegenden müssen genau beobachten, weil die Kinder ihre Situation nicht beschreiben können“, erklärte Winter. Außerdem erläuterte sie, warum die Schwesternschaft dauerhaft auf jährlich eine halbe Million Euro Spenden angewiesen ist: So werde mehr als das über die Pflegesätze finanzierte Personal gebraucht. Außerdem gehe es darum, für die Kinder und die Familien ergänzende Angebote zu machen, die ihr Leben fröhlicher gestalten.

Am Ende der Erläuterungen und der Besichtigung des Gebäudes waren die drei Besucher überzeugt, dass die Arbeit im „stups“ Vorbild-Charakter für vergleichbare Projekte in anderen Regionen haben könnte. Sie versprachen, die gesammelten Eindrücke und Informationen in der Firma, aber auch im persönlichen Umfeld weiter zu tragen.

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