(Foto: Bernd Surrey)

Krefeld/Duisburg. In der ersten Halbzeit war das Spiel zwischen dem HSV Krefeld und der Roll- Eis- und Sportgemeinschaft Walsum 1937 e.V. (RESG) sehr ausgeglichen gewesen. Nach einer zähen ersten Halbzeit drehte die RESG im zweiten Durchgang etwas auf und kam durch zwei Tore von Felipe Sturla und Miquel Vila auf Kurs. Den Schlusspunkt setzte Routinier Nuno Rilhas zum 6:2 Auswärtssieg beim HSV Krefeld.

Nach dem 14. Spieltag in der Rollhockey Bundesliga befinden sich die Top Vier weiter auf Schlagdistanz. Alle Teams haben ihre Hausaufgaben gemacht und Siege eingefahren. Herringen ist mit dem besseren Torverhältnis mit 33 Punkten Tabellenführer, dahinter kommen die punktgleichen Düsseldorfer. Remscheid und Walsum lauern mit jeweils 30 Punkten auf Platz drei und vier. Der Abstand auf den fünften Bison Calenberg beträgt schon zehn Punkte. Die Ausgangslage war vor dem Spiel klar und die Walsumer waren in der Bonhoeffer Halle in Krefeld der Top-Favorit. Youngstar Finn Trender saß mit auf der Bank und komplettierte die Startelf von Trainer Günther Szalek. Die Gastgeber wollten sich mit diesem Schicksal aber nicht abfinden und holten nach ihren Möglichkeiten das Beste aus sich heraus.

Philipp Greiffenstein war in der 12. Minute für den HSV zur Stelle
und erzielte das 1:0 für die Hülser. Xavier Berruezo konnte in derselben Minute allerdings sofort wieder zum 1:1 ausgleichen. Bis zur Pause entwickelten sich noch zahlreiche Chancen auf beiden Seiten aber der Ball wollte nicht mehr hinter die Linie rollen. Die zahlreichen Zuschauer in der Halle sahen ein abwechslungsreiches Spiel und vor allem die HSV Fans waren mit diesem Halbzeitergebnis mehr als zufrieden gewesen.

Zur Pause hatte Szalek die richtigen Worte für sein Team gefunden und nun sollte es auch mit dem Tore schießen klappen. Felipe Sturla sorgte in der 27. Minute für die erste Führung der Roten Teufel. Diese konnte Colin Jachtmann 120 Sekunden später zwar wieder ausgleichen, doch das sollte an diesem Abend der letzte Treffer für die Krefelder bleiben.

Jetzt erhöhte der Rekordmeister das Tempo und spielte sich die Tore und Möglichkeiten heraus. Zunächst traf erneut Felipe Sturla zum 2:3 in der 30. Minute. Ein Doppelpack von Miquel Vila in der 33. und 41. Minute zum 2:5 ebnete den Weg für den Auswärtssieg.

Die Gastgeber wehrten sich weiterhin nach Kräften, musste sich dann aber der Kaltschnäuzigkeit der Gäste geschlagen geben. Den Schlusspunkt setzte Nuno Rilhas in der 47. Minute. Es zeichnete sich ab, was Trainer Szalek im Vorfeld der Partie erwartet hatte, vor allem die zweite Halbzeit hat ihn mehr überzeugt als die erste: „Unser Spielaufbau war gut aber die Chancenverwertung in der ersten Hälfte ließ zu wünschen übrig. Krefeld hat mit viel Herz gespielt und alles versucht, deswegen war es eine sehr enge erste Halbzeit gewesen. In der zweiten Hälfte haben wir den Sieg dann souverän herausgespielt.“

Bemerkenswert auch, dass es auf Walsumer Seite nur ein Teamfoul zu verzeichnen gab, ein sehr faires und vor allem ruhiges Spiel für das Schiedsrichtergespann Antonio Feiteira und Frank Schäfer.

Statistiken zum Spiel

HSV Krefeld: Marcel Hass, Ralph Surrey; Steffen Freyer, Stan Holtzer, Maximilian Hendricks, Daniel Horchmer, Mattia Hackel, Daniel Quabeck, Philipp Greiffenstein, Colin Jachtmann.

RESG Walsum: Tobias Wahlen, Rainer Lorz; Miguel Vila-Gallaguet, Christopher Nusch, Xavier Berruezo, Sebastian Haas, Felipe Sturla, Jan-Erik Dobbratz, Finn Trender

Schiedsrichter: Frank Schäfer/ Antonio Feiteira

Tore: 1:0 P. Greiffenstein (12.), 1:1 X. Berruezo (12.), 1:2 F. Sturla (27.), 2:2 Colin Jachtmann (29.), 2:3 F. Sturla (30.), 2:4 M. Vila (33.), 2:5 M. Vila (41.), 2:6 N. Rilhas (47.)

Zeitstrafen: HSV 2 min (C. Jachtmann/31.) – RESG 0 min

Teamfouls: HSV 6 – RESG 1

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