Exzellente medizinische Versorgung für Frühgeborene am linken Niederrhein: Das Perinatalzentrum im Moerser Krankenhaus Bethanien bekam jetzt seine exzellente Qualität von der Landesregierung in Düsseldorf bestätigt. Es freuen sich (v.r.n.l.) Dr. Peter Tönnies, Chef der Geburtsklinik in Bethanien, Ursula Kamp als Leitende Hebamme, Oberarzt Dr. Gündüz Selcan von der Kinderklinik und Kinderkrankenschwester Petra Hübbers (Foto: KBM/Engel-Albustin)

Moers. Die medizinische Versorgung von Frühgeborenen am linken Niederrhein ist gesichert: Dies geht aus dem Krankenhausplan der Landesregierung in Düsseldorf hervor, der dem Krankenhaus Bethanien in Moers jetzt den Status als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) bestätigt. In einem Perinatalzentrum werden Mütter mit sogenannten Risikoschwangerschaften und Frühgeborene betreut. Die Bestätigung des Perinatalzentrums in Bethanien erfolgte nach einer Begehung der Landesregierung im Moerser Krankenhaus. Dabei stellte die Landesregierung fest, dass in der Frauenklinik und der Kinderklinik Bethanien alle Voraussetzungen für die Frühgeborenenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau gegeben sind.

Ein bundesweit geltendes Kriterium für Perinatalzentren ist etwa die Mindestmenge von 14 Frühgeborenen pro Jahr, die mit weniger als 1.250 Gramm Gewicht auf die Welt kommen. In Bethanien waren im vergangenen Jahr 24 Frühgeborene unter 1.250 Gramm geboren worden. Insgesamt betreute das Perinatalzentrum im vergangenen Jahr 160 Frühgeborene. Ein Kind gilt als Frühgeborenes, wenn es vor Abschluss von 37 Schwangerschaftswochen geboren wird – also mindestens drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Fast zehn Prozent aller Babys, die in Bethanien auf die Welt kommen, sind Frühgeborene.

„Die Sicherheit von Mutter und Kind steht im Perinatalzentrum Bethanien seit vielen Jahren an oberster Stelle“, freuen sich die beiden Bethanien-Chefärzte Dr. Peter Tönnies von der Frauenklinik und Dr. Michael Wallot von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin über den Bescheid der Landesregierung. Zwar sei Bethanien bislang auch schon als Perinatalzentrum zertifiziert gewesen. Die Landesregierung hatte aber unlängst das Zulassungsverfahren geändert: Die neue Anerkennung konnten nur Kliniken erhalten, die – wie Bethanien – bislang auch schon über ein zertifiziertes Perinatalzentrum der höchsten Stufe verfügten. Die Entscheidung der Landesregierung für das Perinatalzentrum in Moers bestätigt auch den Anspruch Bethaniens, Schwangere, sowie Neu- und Frühgeborene am gesamten linken Niederrhein bestmöglich zu versorgen. „Im gesamten Kreis Wesel ist die Geburtshilfe Bethanien das einzige Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe“, betont Krankenhausdirektor Dr. Ralf Engels.

Qualitätsanforderungen an die Perinatalzentren sind ausgesprochen hoch. So müssen Frauen- und Kinderklinik eine optimal ineinandergreifende Geburtshilfe sowie die medizinische Betreuung eines speziell aus- und fortgebildeten Ärzte- und Pflegeteams nachweisen. Zudem müssen besondere räumliche und organisatorische Voraussetzungen für die Betreuung von Mutter und Frühgeborenen vorhanden sein.

Beitrag drucken
Anzeigen